Unter 20 Euro

Im Zweifelfall wählt der Kenner hier Torte statt Brot

In unmittelbarer Nähe zum Maybachufer liegt das polnisch-italienische „Café Katulki“.

Die Einrichtung ist typisch „Kreuzkölln“: Die Gäste sitzen auf Flohmarkt-Stühlen und essen an Tischen mit Blumenmuster-Decken. In den Schränken und Regalen stehen Bücher, die fast alle mit den Themen Essen und Trinken zu tun haben. Da gibt es zum Beispiel einen Band über polnische Küchen-Spezialitäten oder ein Kochbuch für Desserts.

Süßes kommt im „Katulki” nicht zu kurz, allein für das Backwerk lohnt sich schon ein Besuch. Schokoladen-Mascarpone-Torte, Käsekuchen mit Ricotta, kunstvoll verzierte Muffins und Cookies sowie sechs bis sieben weitere süß-wuchtige Kuchen-Kreationen machten uns die Auswahl überaus schwer. Nach einer fachkundigen Beratung durch die nette Kellnerin fiel die Wahl dann auf die Tiramisu-Torte. Sie schmeckte wirklich so fluffig und frisch wie das berühmt-berüchtigte Dessert aus Norditalien.

Mittags werden diverse Sandwiches aus selbst gebackenem polnischem Brot, frische Pasta oder Quiche mit Salat (4,50–6,50 Euro) serviert. Außerdem wird ein täglich wechselndes Gericht angeboten, das von der polnischen oder der italienischen Küche inspiriert ist.

Neben Piroggen, Gemüselasagne oder Weißkohlrouladen ist das zum Beispiel Rote-Bete-Borschtsch. Die Suppe wurde zwar mit frischen Kräutern wie Dill gewürzt, war jedoch etwas wässrig. Das dazu gereichte polnische Proziaki-Brot, das auch für die Sandwiches verwendet wird, war verbrannt und schmeckte zu fad (6,50 Euro). Zu diesem Preis kann man in der Gegend besser essen. Ein Besuch am Nachmittag im „Katulki” mit Kaffee und Kuchen ist also durchaus empfehlenswert. Beim Mittagstisch sollte man auf das polnische Brot verzichten und lieber zu Pasta oder Quiche greifen.

Café Katulki Friedelstraße 40, Neukölln, Tel. 206 290 96, Mo.-Fr. 9-20 Uhr, Sbd.-So. 10-20 Uhr, www.facebook.com/katulki

Bewertung

Geschmack ***

Ambiente ****

Service ****

Preis/Leistung ***

Gesamt ***

Höchstwertung: *****