Trus Top-Tipp

Farbenblind

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Darius Rucker.

Zum Anschauen: Dass weiße Musiker „schwarze Musik“ geklaut haben, ist hinreichend bekannt. Elvis oder Jerry Lee Lewis gingen als Rock-’n’-Roll-Pioniere in die Geschichte ein, obwohl die Musik unverkennbar ihren Ursprung in den Black Communities hatte. Vom Jazz über den Blues bis hin zum Soul: Dass weiße Musiker in diesen Genres performen, ist längst normal. Umgekehrt gibt es sehr wenige schwarze Musiker, die Countrymusik machen. Darius Rucker ist eine Ausnahme. Er spielte in der Grand Old Opry in Nashville, sang gemeinsam mit Adele bei den Country Musik Awards und sein neues Album „True Believers“ ging auf Nr. 1 der US-Countrycharts. Heute gastiert der Ex-Sänger von Hootie and the Blowfish im C-Club.

Zum Anhören: Der erste schwarze Musiker, der mit einem Country-Album die Nummer 1 der US-Charts erreichte, war der große, unerreichte Ray Charles. „Modern Sounds in Country and Western Music“ heißt sein legendäres Album aus dem Jahr 1962. Charles, „The Genius“, der Pionier des Souls und des Rhythm and Blues, überbrückt und beseitigt auf diesem Album alle Genre- und Rassengrenzen. Country-Hippie-Ikone Willie Nelson merkte kurz vor Ray Charles’ Tod im Jahre 2004 an, dieser habe mehr für die Countrymusik getan als jeder andere lebende Künstler.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei „Jochen Trus am Morgen“ auf 105’5 Spreeradio