Unter 20 Euro

Hausgebackenes Pitabrot aus dem Plattenladen

Bevor man als Gast im „Gordon Café“ etwas bestellen kann, wird einem ein Glas mit kaltem Kaffee serviert

. Das ungewöhnliche Getränk schmeckt gut: dezent nach Süßholz und Johannisbeere. Laut Nir Ivenitzki, einem der beiden Betreiber des israelischen Cafés, soll der kalte Kaffee besonders belebend wirken. Und während man mit Ivenitzki plaudert, fühlt man sich sofort wohl in dem Laden, der Mitte September im angesagten Schillerkiez eröffnet hat.

Wer sich mit israelischem Essen nur wenig auskennt, dem erklären die Betreiber ausführlich Zutaten und Zubereitung. Das typische Pitabrot wird hier hausgemacht und zu beinah jedem Gericht serviert. Bei Speisen wie dem Kichererbsen-Brei Hummus ist es Beilage, das Brot wird aber auch mit verschiedenen Zutaten gefüllt. Ein Beispiel dafür ist „Sabih“ mit Salat, gebackenen Auberginen, Ei und der Sesampaste Tahina.

Das Pitabrot ist weich und knusprig zugleich, der Hummus (fünf Euro) könnte nicht besser schmecken. Schade, dass nur eine Scheibe Brot zu der großen Portion gereicht wird. Also muss man es extra ordern (60 Cent pro Scheibe).

Bei vollem Haus kann es ein wenig dauern, bis das Essen auf den Tisch kommt. Die beiden Eigentümer nehmen alles selbst in die Hand: Sie kochen, kellnern, sorgen für die Musikauswahl und verkaufen Schallplatten. Liebhaber der elektronischen Musik können nämlich im hinteren Raum des Lokals nach Schallplatten stöbern. Manchmal räumen die Betreiber auch die Tische und Stühle weg und legen Platten auf. Dann darf im „Gordon Café“ getanzt werden.

Gordon Café & Record Store, Allerstraße 11, Neukölln, Mo.-Sbd. 8-22 Uhr, So. 10-22 Uhr

Bewertung

Geschmack: ****

Ambiente: ****

Service: *****

Preis/Leistung: ****

Gesamt: ****

Höchstwertung: *****