Kleine Entdeckungen

Geisterbahnhof Siemensstadt

Dem Bahnhof Siemensstadt fehlt ein „e“. Aber auch die Vervollständigung des Namens würde den Geisterbahnhof nicht wieder lebendig machen.

Denn die Haltestelle der ehemaligen Siemensbahn, die Ende der 20er-Jahre die Siemenswerke mit der Ringbahn verband und als S4 auch Teil des Berliner S-Bahn-Netzes war, ist seit mehreren Jahrzehnten ungenutzt.

1980 wurde die mit nur drei Bahnhöfen bestückte, rund 3,2 Kilometer lange Strecke geschlossen. Seitdem rostet die Brücke über dem Rohrdamm vor sich hin, sind die Türen der Bahnhofsgebäude mit Brettern vernagelt, erobert sich die Natur die Trasse. Die Deutsche Bahn hat ein „Betreten verboten“-Schild aufgestellt. Ganz in Vergessenheit geraten aber ist sie nicht, auf dem Flächennutzungsplan ist sie bereits eingezeichnet. Aktuell haben Stuttgarter Architekturstudenten der Hochschule für Technik in einem Projekt mit der Berliner Architektin Rebecca Chestnutt Ideen zur Wiederbelegung entwickelt. Eine davon: als Schwimmbad.