Best of Berlin

Oans, zwoa, gsuffa!

Die Bayern kommen. Ob Spandau, Reinickendorf oder Marzahn: Das Münchner Oktoberfest hat Berlin fest im Griff, im zünftigen Festzelt ebenso wie im urigen Bierlokal. Eine Auswahl

Wedding: Das einzige Oktoberfest mit Rummelplatz seit 1949

1. „Wir sind das größte und älteste Oktoberfest in Berlin“, sagt Sprecher Christian Wagner über das 64. Berliner Oktoberfest. Dazu ist es noch das einzige mit Rummel: Rund 50 Schausteller sorgen rund um das Original-Paulaner-Festzelt für Volksfest-Atmosphäre mit Autoscooter und Kinderkarussells. 2000 Gäste passen hinein. „Immer mehr Berliner kommen in Tracht“, konnte Wagner in den vergangenen Jahren beobachten.

64. Berliner Oktoberfest Zentraler Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm, Wedding, Bus X21, M21 Zentraler Festplatz, bis 5.10., Mo., Di., Do. 15–22, Mi. 15–23, Fr., Sbd. 15–24, So. 12–33 Uhr, 3.10. 12–23 Uhr, Eintritt frei, www.berliner-oktoberfest.de

Mitte: Für die zünftige Kleidung gibt es hier auch einen Trachtenshop

2. Wie die Wiesn in München, so die Wiesnzeit im Hofbräuhaus in Berlin. „Unser Oktoberfest findet zeitgleich statt“, sagt Hofbräuhaus-Geschäftsführer Björn Schwarz. Trotz 3000 Sitzplätzen rät er, unbedingt für das große Event zu reservieren. Gefeiert wird mit Steiertanz, Glockenspiel und Schuhplattler, täglich acht Stunden Livemusik und Oktoberfestbier (Mass 8,90 Euro). „Es kommen immer mehr Gäste in Tracht“, so Schwarz. Wer kein Dirndl oder Lederhosen hat: Im Hofbräuhaus gibt es einen Trachtenshop.

Hofbräuhaus Karl-Liebknecht-Str. 30, Mitte, U2, 5, 8, S5, 7, 75 Alexanderplatz, bis 5.10. Eintritt frei, So.–Do. 10–1, Fr.+Sbd. 10–2 Uhr, Tel. 67 96 65 02 0, www.hofbraeuhaus-berlin.de

Zehlendorf: Jo Laggner lädt zum Fest am Schlachtensee

3. Gastronom Jo Laggner hat das Oktoberfest zum zwölften Mal an den Schlachtensee verlegt. Im Ausflugslokal Fischerhütte wird bis Ende Oktober an vier Abenden pro Woche zünftig wie in München gefeiert. Dabei sorgt der „Edelweiß Express“ für musikalische Untermalung. Mittwoch und Donnerstag kostet der Eintritt 15 Euro. Es wird à la carte bestellt, so gibt es etwa Hendl (14 Euro), Weißwürstl (8,50 Euro) oder eine Mass Spatenbier (8,50 Euro). Am Wochenende gibt es die Wiesn als Pauschale für 69 Euro inklusive kulinarischen Schmankerln und Getränken.

Fischerhütte Fischerhüttenstr. 136, Zehlendorf, U3 Krumme Lanke bis 31.10. Mi., Do. ab 18 h, Fr.+Sbd. ab 19 Uhr, Tel. 80 49 83 10, www.fischerhuette-berlin.de

Schöneberg: Blau-weiße Stimmung in einer ehemaliger Brauerei

4. Passender geht es kaum: Das erste Oktoberfest der „Bärliner Wiesn“ findet in einer ehemaligen Brauerei statt. Allerdings wurde in der Malzfabrik früher Schultheißbier und kein bayerischer Gerstensaft gebraut. „Es wäre schön, wenn die Gäste in Dirndl, Lederhosen und mit Filzhut kämen“, sagt Mark Löffler von den Bärliner Wiesn. 350 Plätze (nur mit Voranmeldung) gibt es in der alten Brauerei, es wird blau-weiß geschmückt, eine Band und ein DJ sorgen für Unterhaltung. Die Mass Paulaner Oktoberfestbier kostet 8 Euro, das halbe Hendl 7,50 Euro.

Malzfabrik Bessemerstr. 2–14, Schöneberg, Bus 106, Eresburgstraße, Bus M46 Schöneberger Straße, 2.–4.10, ab 19 Uhr, Karten: www.bärliner-wiesn.de

Neukölln: Wies’n-Gaudi auf dem Festplatz im Britzer Garten

5. „Wir laden zum zehnten Mal zum Oktoberfest auf den Festplatz im Britzer Garten“, sagt Klaus Schumacher, Geschäftsführer der im Park ansässigen Pfeffer & Salz Catering und Event GmbH. Bis zu 1000 Gäste finden Platz, die Hälfte auf langen Bierbänken. Auf der Bühne sorgt die bayerische Band „3 Zwidern“ für Stimmung. In Selbstbedienung kann man sich mit Schweinshaxe (7,50 Euro), Brez’n (zwei–drei Euro), Leberkäs’ (fünf Euro) und Festbier aus Straubing (Mass 7,50 Euro) versorgen.

Britzer Garten Eingänge Mohriner Allee (U6 Alt-Mariendorf, Bus 181 Rotkopfweg) und Sangerhauser Weg (U6, dann Bus 179 Sangerhauser Weg), Neukölln, 3.–5.10., 12–18 Uhr, Parkeintritt 3 Euro, erm. 1,50 Euro, www.gruen-berlin.de

Spandau: Auch an der Zitadelle wird bayerisch-volkstümlich gefeiert

6. Aus Marzahn wandert das Löwenbrau-Oktoberfestzelt nach Spandau. Dort gibt es einen neuen Standort. Geschunkelt wird nun an der Zitadelle. Auch hier ist ein direkten Bahn-Anschluss vorhanden, zudem sind auch die Konditionen für die Tischreservierungen gleich. „Volkstümlich“, nennt Thilo-Harry Wollenschlaeger sein Oktoberfest. Das gilt auch für die Preise: Mit 7,90 Euro ist die Mass hier wahrscheinlich die preisgünstigste auf den Berliner Oktoberfesten.

Spandauer Oktoberfest An der Zitadelle Spandau, Spandau, U7 Zitadelle Spandau, 10., 11., 17., 18, 24., 25.10, ab 15 Uhr, Tel. 0177- 421 89 76, www.oktoberfest-bb.de

Mitte: Oktoberfest mit Tradition auf dem Alexanderplatz

7. Als Franke war es für Arnold Bergmann ein Muss, das Oktoberfest nach Berlin zu holen. Seit rund anderthalb Jahrzehnten erklärt er den Alexanderplatz zur Wies’n, stellt eine Oktoberfest-Hütte für bis zu 600 Gäste samt Biergarten (1000 Plätze) und eine weitere Feierzone mit gut 500 Plätzen rund um eine Mühle auf. „ Es gibt original Paulaner Oktoberfestbier, die Mass für 8,40 Euro, Hendl, Haxn und Obatzda“, sagt Bergmann. Livemusik nachmittags im Biergarten, abends in der Hütte.

Alexanderplatz Mitte, U2, 5, 8, S5, 7, 75 Alexanderplatz, 26.9.–12.10., Eintritt frei, Biergarten tägl. 10–22 Uhr, Hütte tägl. 10–3 Uhr, www.bergmannevent.de

Moabit: Original Hüttn-Stadl von der Münchener Theresienwiese

8. Noch bis Ende Oktober lassen es allabendlich bis zu 400 Festbesucher (unbedingt reservieren) in dem original Hüttn-Stadl von der Theresienwiese richtig krachen. Bei Löwenbräu-Mass (8,20 Euro) und Haxn (10,80 Euro) sorgen die oberfränkischen „Die Banausen“ musikalisch für ausgelassene Oktoberfest-Stimmung. Jeden Mittwoch geht es bei der „Gaywiesn“ rund.

Spreewiesn Invalidenstr. 78, Moabit, S5, 7, 75, U55 Hauptbahnhof, Mo.–Sbd. ab 18 Uhr, Info-Hotline Tel. 29 77 15 68, Veranstaltungen und Reservierungen www.spreewiesn-berlin.de

Lichterfelde: Bajuwarischer Kulisse im Maria & Josef am S-Bahnhof

9. „Wir möchten für die Berliner ein Stück bayerisches Lebensgefühl in die Hauptstadt holen und würden uns natürlich freuen, wenn sie in Dirndl und Lederhose mit uns feiern“, sagt Mirko Alexander Nikolitsch vom Maria & Josef. O’zapft wurde bereits. Bis zum 5. Oktober können im Biergarten mit bajuwarischer Kulisse bayerisches Weihenstephaner-Festbier (Mass acht Euro), halbes Hendl (4,90 Euro), Haxe (zehn Euro) oder Obazda (6,90 Euro) verzehrt werden.

Maria & Josef Hans-Sachs-Str. 5, Lichterfelde, S1 Lichterfelde-West, bis 5.10. tägl. ab 12 Uhr, Tel. 75 63 31 02, www.mariaundjosef.com