Kleine Entdeckungen

„Denkzeichen“ am Rosa-Luxemburg-Platz

Der Rosa-Luxemburg-Platz ist einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte des Kulturlebens in Mitte.

Die Volksbühne und das Babylon stehen sich vis-à-vis gegenüber und auf den Freifläche dazwischen treffen Theater- auf Kinogänger. Dabei stehen sie nicht selten auf einem von Dutzenden Beton gewordenen Spruchbändern, die mit politischen wie auch persönlichen Zitaten an die Namensgeberin des Platzes erinnern.

Dass Rosa Luxemburg, die 1919 ermordete Revolutionärin, eine politische Vordenkerin und Kommunistin, hier geehrt wird, wurde einst in dem Koalitionsvertrag zwischen den gemeinsam Berlin regierenden Parteien SPD und Linke festgeschrieben. In Messing geprägte Texte überziehen Gehsteige und Fahrbahnen. Der ausführende Konzeptkünstler Hans Haacke, 1936 in Köln geboren, ist international bekannt, insbesondere für den politischen Gehalt seiner Arbeiten. Mit den von ihm ausgewählten Zitaten wollte er nicht ein Denkmal bauen, sondern „Denkzeichen“ setzen. Sie überziehen den Platz wie Narben der deutschen Geschichte.