Trus Top-Tipp

Record Release

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Johan Leijonhufvud.

Zum Anschauen: Johan Leijonhufvud ist ein schwedischer Jazz-Gitarrist, lebt in Berlin, hat jahrelang in der Band von Till Brönner gespielt und stellt am Donnerstag im A-Trane mit eigener Combo sein erstes deutsches Album vor. Er zitiert die Meister der Jazz Gitarre, ohne sie zu kopieren, und spielt sich elegant und technisch virtuos durch die Eigenkompositionen seines Albums „Mighty Mezz“. Dieser Begriff geht übrigens zurück auf Mezz Mezzrow, einen jüdischen Saxophonisten, der im Harlem der 30er-Jahre ein legendärer Grasdealer wurde. Er versorgte Musikerkollegen mit starkem, mexikanischem Marihuana, das schlicht „Mezz“ genannt wurde und seinen Namen zum Synonym für die illegale Rauchware werden ließ.

Zum Lesen: Mezzrow nannte sich einen „Voluntary Negro“ und tauchte tief ein in die aufregende (Sub)Kultur der New Yorker Jazz Clubs und ihrer überwiegend afroamerikanischen Künstler. Seine Autobiografie „Really the Blues“ ist eine wesentliche Dokumentation dieser Zeit, sie skizziert Rassenschranken, Hipstersprache und die Welt des Jazz. Im Jahr 1946 erschienen, ist das Buch heute ein Standardwerk zur amerikanischen Roots-Musik und dem dazugehörigen Lebensgefühl, ähnlich bedeutend wie der Beat-Generation-Klassiker „On the Road“ von Jack Kerouac.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei „Jochen Trus am Morgen“ auf 105’5 Spreeradio