Ausflugs-Tipp

Auf verschlungenen Pfaden zur Murellenschlucht

Nur wenige Meter von der Charlottenburger Chaussee entfernt gibt es ein Biotop, das man hier kaum vermutet. Wir gehen in den Stendelweg und gleich rechts in den Hempelsteig.

Am Ende der Sackgasse geht es weiter auf einem schmalen Fuß- und Radweg. Bald schon treffen wir auf eine Infotafel über das Naturschutzgebiet Fließwiese. Hier folgen wir links dem Sandweg, der am rechten Rand der Fließwiese entlangführt. 1959 wurde dieses sumpfige Gelände unter Naturschutz gestellt, heute ist es Teil des europaweiten Schutzgebiets Natura 2000.

Die Wiese wird weiter oben durch einen Weg geteilt, von dem aus wir einen freien Blick auf das Biotop haben. Wir gehen auf der anderen Seite an der Fließwiese bis zu ihrem Ende entlang und nehmen dann von drei möglichen Wegen den linken, der auf die Murellenberge führt. Nach kurzem Anstieg treffen wir oben auf Verkehrsspiegel , die die argentinische Künstlerin Patricia Pisani 2002 als Mahnmal errichtet hat. Hier war die ehemalige Erschießungsstätte der Wehrmacht, an der mehr als 230 Menschen, meist fahnenflüchtige Wehrmachtssoldaten erschossen wurden.

Wir wenden uns nach links und folgen dem von Spiegeln gesäumten Weg. Jahrhundertelang wurde dieses Gebiet militärisch genutzt. Zuletzt von den Briten. Wir nehmen einen Pfad rechts durch einen zersägten Baumstamm, der nach unten auf einen Hauptweg führt. Wieder rechts öffnet er sich bald zu einer breiten Wiese. Heute eignet sie sich als Picknickplatz, früher war hier der große Schießplatz . Der Weg stößt auf den S-Bahndamm. Hier halten wir uns weiter links, bis wir zu einer Gabelung kommen. Dort nehmen wir den mittleren Weg. Bald stehen wir auf einer Wiese, die den Blick rechts auf den Südhang der Murellenschlucht freigibt.

Der Weg endet am Ende vor Stufen, neben denen wieder Pisanis Spiegel stehen. Oben angekommen, vorbei an der Waldbühne, gelangen wir auf die Glockenturmstraße, an der ein Schild den Weg zum S-Bahnhof Pichelsberg weist.