Kleine Entdeckungen

Findling aus dem Frankenwald

Diabas, steht zu lesen, sei der Edelstein unter den Urgesteinen. Gewonnen in 100 Metern Tiefe im Tagebau, liegt er gleichermaßen präsent wie versteckt da.

Das Rathaus Schmargendorf kennt jeder. Doch den nur einen Steinwurf entfernten Findling an der Ecke Reichenhaller und Auguste-Viktoria-Straße nehmen die wenigsten Passanten wahr. Obwohl er mit seinen gut eineinhalb Metern Höhe eigentlich nicht zu übersehen ist.

Der Findling stammt aus dem Frankenwald. Diabas, auch das verrät die Infotafel auf dem Gehweg, ist ein magmatisches Ergussgestein, das zudem uralt ist. Vor 450 Millionen Jahren ist der Diabas-Stein durch unterirdischen Vulkanismus entstanden. Diese stolze Zahl sieht man dem Urgestein-Juwel nicht an. Durch seine verwitterte dunkle Farbe scheint er alterslos. In Schmargendorf jedenfalls ist der dicke Klops seit 26 Jahren zu Hause. Im Juni 1988 verschenkte der Landkreis Kulmbach den Brocken an den Bezirk Wilmersdorf. Zu Ehren der spendablen Bayern trägt er denn auch den Namen „Findling Kulmbach“.