Ausflugs-Tipp

Vom Bahnhof Spandau bis zum Grimnitzsee

Immer an der Havel entlang führt der Spaziergang aus dem Zentrum Spandaus zum beschaulichen Grimnitzsee.

Wir starten am Bahnhof Spandau und gehen am Ausgang an der Seegefelder Straße nach rechts, überqueren die Klosterstraße und laufen weiter geradeaus, bis wir im Stabholzgarten am Havelufer ankommen. Der Name der kleinen Grünanlage erinnert an Zeiten, in denen der Platz zur Holzlagerung genutzt wurde. Dort biegen wir nach rechts ab, laufen unter der Bahnbrücke und der Dischingerbrücke hindurch und können jetzt den am Schifffahrtsufer liegenden Binnen-Lastkähnen, Ausflugs- und Flusskreuzfahrtschiffen ins Fenster gucken. Das Flusskreuzfahrt-Terminal , das vor vier Jahren vorübergehend still gelegt worden war, ist seit dieser Saison wieder geöffnet.

Wir machen einen kleinen Abstecher in die Grünanlage der Residenz Havelgarten : Das Seniorenheim wurde auf dem Gelände einer einstigen slawischen Siedlung erbaut. Bereits im 8. Jahrhundert lebten Slawen auf der kleinen Insel, im 12. Jahrhundert wurde die Siedlung aufgegeben, die Bewohner zogen nach Spandau.

Unter der Schulenburgbrücke hindurch geht es weiter am Ufer entlang, bis ein verschlossenes Tor den Weg versperrt und wir nach rechts in die Betckestraße und gleich wieder links in die Götelstraße abbiegen müssen. Sie führt uns in die Siedlung Birkenwäldchen mit ihren denkmalgeschützten rot-weißen Bauten aus den 20er-Jahren. Architekt Richard Ermisch entwarf auch den Gebäudekomplex des Strandbads Wannsee. Die Grünflächen zwischen den Häusern, die als Gartendenkmal ebenfalls unter Schutz stehen, gehen über in die Wiesen am Grimnitzsee . Ein Spaziergang rund um den See ist nicht möglich: Gehen wir nach links, hindert uns der Grimnitzgraben, der See und Havel verbindet, am Weiterlaufen. Dennoch lohnt sich der Abstecher auf die Spitze, vorbei an den Häusern der Kolonie Grimnitzsee am anderen Ufer des Grimnitzgrabens.

Erst in der kleinen Grünanlage am Ende des Tharsanderwegs ist das Seeufer wieder zugänglich. Auf der Wiese steht eine Bronze-Statue eines unbekannten Künstlers, die Apoll mit Kithara zeigt und einst zur Sammlung Hermann Görings gehört haben soll. Hier, in unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle an der Heerstraße, beenden wir unseren Ausflug.