Kunst

Revolution auf Schloss Roskow

Raus aus der Stadt, hinaus aufs Land: Die Sommerkunstausstellung „Rohkunstbau“ feiert Jubiläum, 20 Jahre alt wird sie.

Groß Leuthen, Sacrow und Marquardt, dort hatte das Kunstfestival schon temporäre Domizile vor imposanter Kulisse. In einer ehemaligen Schlossküche gab es verrückte Installationen zu sehen, dort hatten Mona Hatoum und Monica Bonvincini ihre Präsentationen. Shilpa Gupta verschlug es in ein Schloss-Bad – genauer gesagt mit einer Videoinstallation in die Badewanne. Da drinnen seufzte es ganz schauerlich, so, als würden alle Geister der Welt sich in diesem einen Abflussrohr in Brandenburg verlustieren.

Heuer ist man wieder auf Schloss Roskow eingekehrt, diesmal sind zwölf Künstler zu Gast und das Thema der Schau heißt: Revolution. Nasan Tur nimmt es wörtlich und zeigt eine Fotografie, mit der er eine Verbindung zwischen Politik und Kunst herstellt: „Time for Revollusion“ – eine Verknüpfung der Wörter „Revolution“ und „Illusion“. Der Künstler ist auf dem Foto selbst zu sehen, wie er diesen Schriftzug auf eine weiße Mauer sprüht. Erik Schmidt zeigt Werke aus seiner „Downtown“-Reihe, in der er sich mit der Occupy-Bewegung in New York auseinandersetzt. In pastosen Bildern hält er die Szenerie im Zuccotti Park als damaliges Zentrum der Protestbewegung fest.

Schloss Roskow, Dorfstraße 30, Roskow. Öffnungszeiten: Sa/So, 12-18 Uhr. Bis 21. September.