Kleine Entdeckungen

Eine Bronzetafel für Walter Kollo

Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Sophienfriedhof in Mitte.

Am Admiralspalast wurde vor vier Jahren anlässlich seines 70. Todestages eine Gedenktafel enthüllt und Ende der 70er-Jahre hatte er es sogar auf eine Briefmarke geschafft. Eine fast versteckte Erinnerung an Walter Kollo, den Komponisten von Operetten und Revuen, findet sich in einem Bezirk, der ihn Jahre zuvor schon zu einem Lied inspiriert hat. In seiner 1913 uraufgeführten Operette „Wie einst im Mai“ wird neben Ohrwürmern wie „Die Männer sind alle Verbrecher“ und „Untern Linden, Untern Linden“ auch das Lied „Es war in Schöneberg, im Monat Mai“ gesungen.

Und in eben jenen Stadtteil zog der 1878 in Ostpreußen geborene Walter Kollo im Jahr 1929. Elf Jahre lang, bis zu seinem Tod 1940 lebte er in einem repräsentativen Mehrfamilienhaus an der Schwäbischen Straße 26. Wenn man dort seinen Kopf etwas reckt, entdeckt man oberhalb der rötlichen Eingangstür in Form einer Bronzetafel jenes Andenken an ihn und seinen letzten Wohnort.