Ausflugs-Tipp

Mitten in Steglitz: Berlins ältestes Naturschutzgebiet

Wir beginnen unseren Spaziergang am Schlosspark Lichterfelde. Der Park beginnt gleich neben dem Krankenhausgelände. Direkt am Hindenburgdamm liegt das Gutshaus Lichterfelde, nach dem der Park benannt ist.

Errichtet wurde das klassizistische Landhaus 1780, später zog dort der Unternehmer Johann Anton Wilhelm von Carstenn ein. Daher wird das Gutshaus auch Carstenn Schlösschen genannt. Heute befindet sich im denkmalgeschützten Gebäude das Stadtteilzentrum Steglitz. Im Park gibt es das älteste Naturschutzgebiet Berlins, es ist ein kleiner Rest des ursprünglichen Bäketals – heute ein Paradies für Vögel: Specht, Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall leben dort.

Im Osten des kleinen Parks stoßen wir auf den Teltowkanal, an dem wir links entlanggehen, vorbei am Hubschrauber-Landeplatz des Klinikums Benjamin Franklin. Ein imposantes Schauspiel, wenn der Hubschrauber abhebt. Hinter dem Krankenhaus beginnt der schmale Bäkepark mit dem gleichnamigen Teich und Bach. Die Bäke floss einst von Steglitz nach Potsdam, heute ist sie nur noch ein Rinnsal.

Wir laufen rechts an ihm entlang, parallel zum Dalandweg. Bald überqueren wir die Klingsorstraße, wenden uns nach etwa 100 Metern nach rechts, kommen über die Birkbuschstraße, bevor der Fußweg nach rechts abknickt und wir noch einmal die Klingsorstraße und gleich darauf die schmale Gravelottestraße kreuzen. So erreichen wir den Goebenteich. Das Grünstück ist ein Ausläufer des Stadtparks Steglitz, der sich hinter der Sedanstraße öffnet. Mit 17 Hektar ist er nicht gerade der größte Park in Berlin, allerdings bietet er viel Abwechslung. Vier Teiche gibt es, einen großen Baumbestand, einen Rosengarten, zahlreiche Bänke, die zum Ausruhen einladen, und große Spielplätze. Wer länger verweilen will, findet am oberen Ende des Parks eine Minigolfanlage oder kann das Schweizer Restaurant „Grüezi“ besuchen.

Wir verlassen den Park im Süden über einen kleinen Weg, der auf die Straße Am Eichgarten führt. Wer noch Energie hat, kann am Teltowkanal zurück zum Ausgangspunkt laufen. Ansonsten gehen wir in die entgegengesetzte Richtung bis zum Edenkobener Steg, an dessen Geländer viele Liebesschlösser hängen. Dahinter geht es auf einem schmalen Weg nach rechts, dem Schild Eisbahn Lankwitz folgend. Wir stoßen auf die Leonorenstraße, wenden uns dort nach links und beenden unseren Spaziergang am S-Bahnhof Lankwitz.