Kleine Entdeckungen

Blütenzauber an der Elisabethkirchstraße

Es gibt immergrüne Bäume und Sträucher. Aber ewig blühende Blumen?

Das wäre zu viel verlangt, zumindest von der Natur. Dafür gibt es schließlich Künstler. So wie die in Bad Doberan im Mecklenburgischen geborene Anne Ochmann. Jahrgang 1962, studierte sie an der Kunsthochschule in Weißensee und lebt seitdem in Berlin. An einer der lauschigsten Ecken in Berlin Mitte hat Ochmann ein Erholungsareal künstlerisch mitgestaltet. Es liegt im Bogen der Elisabethkirchstraße, die Schinkels berühmte gleichnamige und restaurierte Kirche umrundet und zur Ackerstraße führt.

Die Kirchengemeinde hat dort ein hochmodernes Kindergartengebäude bekommen. Diesem vorgelagert befindet sich eine öffentlich zugängliche Freifläche mit Rasen, Tischtennisplatten, Bänken und dem „Blütenzauber“.

Die 2010 als Keramikmosaiken gestalteten meterhohen Blüten sind im Grunde noch gar nicht da. Sie beginnen gerade erst, sich aus den Knospen zu schälen. Genau diesen Moment hat Ochmann eingefangen. Den wahren Blütenzauber überlässt sie der Fantasie des Betrachters.

Die Stadt verdankt Anne Ochmann etliche ähnliche Skulpturen, Brunnen und künstlerische Nutzbauten. Sei es eine Schlangenbank oder eine „verrückte Sofaecke“, Spielplatzskulpturen wie platte Flundern oder gefiederte Schlangen und bunte Wasserspiele. Fast immer gestaltet Ochmann ihre Arbeiten mit bunter Keramik, meist in Form von Mosaikoberflächen, was ihnen großen Wiedererkennungswert verleiht.