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Tausendschönchen und Vergissmeinnicht

Der Frühling ist schon da und Berliner Blumengeschäfte sorgen für die passende Dekoration zu Hause. Eine Auswahl besonderer Floristen

Moabit: Blumen wie aus einem Poesiealbum

1. Tausendschönchen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen, kurzum „Blumen wie aus einem Poesiealbum“, stehen für Thomas Tunger-Schnur im Frühlingsfokus. Zusammen mit seinem Mann, dem Floristtechniker Andreas Tunger, führt er seit fast 17 Jahren den wie ein barockes Gemälde wirkenden Blumenladen, in dem es auch ein großes Tischkultur-Sortiment gibt. Tulpen in allen Farben sind ein Muss. Narzissen haben noch etwas Zeit, zu Ostern, so Tunger-Schnur, werden sie auch im Freien blühen.

Blumen- und Gartenkunst Alt-Moabit 21/22, Moabit, U9 Turmstraße, Mo., Do. 8–18.30, Di., Mi., Fr. 9–18.30, Sbd. 8–16, So. 10–13.30 Uhr, Tel. 39 03 00 88, www.blumen-und-gartenkunst.de

Schöneberg: Magnolien und Schachbrettblumen

2. Letztes Jahr habe die Kälte die Lust auf Blumen genommen, sagt Reinhold Greiwe. Nun sorgt die Sonne fürs Gegenteil, sind farbenfrohe Frühlingsblüher wie Tulpen, Duftnarzissen und Hyazinthen gefragt. „Eine Besonderheit ist die Schachbrettblume“, so der Floristmeister, Wie alle Zwiebelblüher ist sie mehrjährig, kann jetzt auf dem Balkon oder im Garten eingepflanzt werden. Beliebt für Sträuße, so Greiwe, seien Frühlingszweige wie Magnolien, kombiniert mit Lilien oder Callas.

FlorArtistic Belziger Str. 25, Schöneberg, U7 Eisenacher Straße, Mo. 8–18.30, Di., Do., Fr. 9–18.30, Sbd. 8–14.30 Uhr, Tel. 782 52 39

Kreuzberg: Wie auf einer Blumenwiese gepflückt

3. „Ich kaufe Blumen nicht nach floristischen Maßstäben ein, sondern nach Lust und Laune“, sagt Sabine Zelle, die als passionierte Gärtnerin Ende 2004 ihr Blumengeschäft eröffnet hat und mit einem kleinen Stand auch in der Markthalle Neun (Eisenbahnstr. 42, Fr., Sbd. 10–18 Uhr) vertreten ist. Entsprechend „querbeet“ präsent sie ihre Blumen. Sträuße werden so zusammengestellt, als seien die Blumen auf einer Wiese gepflückt worden.

artdoor grüngestaltung Dresdener Str. 17, Kreuzberg, Bus M29 Oranienplatz, Mo.–Sbd. 9–18 Uhr, Tel. 61 65 81 38, www.artdoor.de

Friedrichshain: Tulpen & Co. gehören in kaltes Wasser

4. Petra Frankes Familie mütterlicherseits betreibt seit drei Generationen Blumenläden. Seit zehn Jahren ist sie selber Inhaberin eines schönen kleinen Geschäfts. Drinnen blühen, umgeben von Marlene Dietrich-Fotos, alten Koffern und einem Kamin, Ranunkeln, Anemonen, Narzissen und Tulpen, darunter viel Freilandware aus Italien. Draußen bindet Mitarbeiterin Jessica Reixach, wie oft bei schönen Wetter, Braut- und andere Werksträuße. „ Rosen brauchen sehr viel Wasser, Frühjahrsblüher hingegen wenig und sehr kaltes Wasser“, rät Petra Franke.

Blattwerk Niederbarnimstr. 8, Friedrichshain, Tram 21 Niederbarnimstraße, Di.–Fr. 10–13, 14.30–19, Sbd. 9–18, So. 12–17 Uhr, Tel. 29 49 28 75

Prenzlauer Berg: Das kleine Blumen-Café

5. Ein paar Steinstufen führen in das Souterrain. In der Mitte steht ein Weinfass mit orangefarbenen Rosen. Drumherum stehen alte Holztische und Stühle. Kein Tisch ohne Vasen, in denen Ranunkeln, Anemonen, Narzissen und Disteln blühen. Hier ist das Reich von Florist Jens Klemke.

Blumenplatz Kollwitzstr. 41, Prenzlauer Berg, U2 Senefelderplatz Mo.–Sbd. 9–19, So. 11–17 Uhr, Sommer auch länger, Tel. 81 03 66 84

Charlottenburg: Kräutertöpfe passen in Balkonregale

6. Französische Tulpen, Papageientulpen und andere farbenfrohe Frühlingsblüher, Weiden- und Obstzweige kündigen bei Gabriele Dittmer den Frühling an. In ihrem Blumengeschäft, das sie seit rund sieben Jahren führt, offeriert sie auch schönes und praktisches Zubehör: per Hand gebaute und individuell anpassbare Balkonregale, die ein befreundeter Berliner Tischler fertigt. Dort finden etwa Kräutertöpfe – Rosmarin, Minze und Salbei – Platz.

forum floranum Knesebeckstr. 88, Charlottenburg, S5, 7, 75, 9 Savignyplatz, Mo.–Sbd. 9.30–18 Uhr, Tel. 312 93 77, www.forum-floranum.de

Halensee: Ganz in Weiß oder bunt

7. Die Natur als Vorbild und keinen Trends folgen, das ist die Devise vom als 5-Sterne-Florist ausgezeichneten Christian Koch. „Blumen sind fürs Wohlgefühl gedacht und ein Strauß oder Gesteck soll die Wünsche des Kunden ausdrücken“, sagt er und zeigt ein in Weiß gehaltenes Sträußchen aus Narzissen, Ranukeln und Schleierkraut, das ebenso gefragt ist wie ein „quietschbunter“ Tulpenstrauß. Seit 1912 gibt es den Blumenladen, den Koch, der auch ein großes Faible für Orchideen in Top-Qualität hat, in vierter Generation führt.

Blumen-Koch Westfälische Str. 38, Halensee, S41, 42 46Halensee, Mo.–Fr. 8.30–18.30, Sbd. 9–13.30 Uhr, Tel. 896 69 00, www.blumen-koch.de

Wilmersdorf: Kleine, blaue Traubenhyazinthen

8 Das passt: „Es grünt so grün“ steht an der Tür und entsprechend inspiriert von „My Fair Lady“ heißt das kleine Blumengeschäft denn auch Eliza. Seit rund 25 Jahren gibt es den Laden, Chefin Petra Seltmann präsentiert den Frühling mit Stiefmütterchen, Krokussen, Narzissen, Ranunkeln und Fresien. Niedlich sind die kleinen, blauen Traubenhyazinthen. Bei Tulpen muss nicht viel kombiniert werden – pur strahlen sie bereits Frühlingsfreude aus.

Eliza Güntzelstr. 44, Wilmersdorf, Bus 249 Güntzelstraße/Uhlandstraße, Mo.–Fr. 8.30–18, Sbd. 8.30–13 Uhr, Tel. 873 65 28

Wedding: Frühlingsblüher und ewige Rosen

9. Rosa und blau sowie Pastelltöne gehören für Elis Lambert zu den diesjährigen Frühlingsfarben. Tulpen, Primeln, Hyazinthen, Tausendschönchen, Ranunkeln, Narzissen blühen vor und im Laden. Doch nicht nur Florales wird geboten: „Es gibt auch deutsche Weine und Champagner und handgefertigte Flowerboxen mit Rosen, die aussehen, als blühten sie ewig“, sagt die Floristin, die in der Schönwalder Straße 17 auch einen Showroom eröffnet hat.

Flower & Art Müllerstr. 176, Wedding, S41, 42 Wedding, Mo.–Fr. 8–18, Sbd. 8–12 Uhr, Tel. 46 06 60 66, www.flowerandart.de