Ausstellung

Galerie: Jonathan Meese und andere Mythen

Eigentlich müsste sich Bruno Brunett als Erzähler zur Verfügung stellen.

Sich in einen dieser wunderbar verschlissenen Lehnstühle setzen, um jedem die Geschichten zu erzählen, die er im Kopf hat. Und das sind viele. Irgendwann hat er etwas im Archiv gesucht und festgestellt, was es da an „tollen, guten und auch blödsinnigen“ Sachen gibt, die sich über 20 Jahre Galerietätigkeit angefunden haben.

Dass aus dem Fundus mal ein Pop-Up-Store würde, daran dachte er wohl nicht. „Front Row“ steht jetzt, und alles in der CFA-Galerie im Erdgeschoss wirkt munter, bunt und wild zusammengewürfelt wie in einer Künstlerbutze. Fehlt nur noch eine Jukebox in der Ecke, fertig wäre die Party.

Überall Artefakte, Editionen und Kataloge von Künstlern der Galerie. „17 Jahre Nasenbluten“ von Daniel Richter, 1997. Oder eine der Collagen von Jonathan Meese aus der Rauminstallation „Ahoi der Angst“ ist dabei. Der Meister als junger Jesus. Das ganze verrückte Arsenal des Meese-Panoptikums ist hier schon angelegt. Heute ist der selbsternannte Kunst-Diktator umstritten. Die ganze obere Etage bei CFA ist dem Berliner Künstler gewidmet. Allerdings ist die Zusammenarbeit zwischen ihm und CFA mittlerweile für beendet erklärt. Man hat sich auseinandergelebt, heißt es.

Contemporary Fine Arts Am Kupfergraben 10. Mitte. Di-Sa 10-18 Uhr. Bis 22 März. „Front Row" bis 26. März.