Best of Berlin

Einmal um die ganze Welt

Zehn Adressen, zehn Länder: Reisefans zieht es am kommenden Wochenende zur Internationalen Tourismus Börse. Berlin bietet passend dazu exotische Ziele. Eine Auswahl

Charlottenburg: Lustige Fotos auf japanische Art

1. My-Purikura-Automaten sind in Tokio Kult. Bei diesen speziellen Passbild-Automaten lassen sich Fotos und Klebebilder nachträglich aufs Schrillste bearbeiten. Seit vergangenem August können Berliner auch in Yuki und Henning Krolls J-Store die witzigen Porträts anfertigen. Bereits 2006 eröffnete das Ehepaar seinen Laden, der asiatisches Flair nach Charlottenburg bringt. Im Mittelpunkt des Angebots stehen das moderne Japan und die Manga-Kultur mit Charakterfiguren wie Rilakkuma. „Neuerdings führen wir auch Underground-Fashion aus Japan“, sagt Betreiber Henning Kroll.

J-Store Kantstr. 125, Charlottenburg, U7 Wilmersdorfer Straße, Mo.-Sbd. 12–20 Uhr, Tel. 31 80 14 00, www.j-store-berlin.de

Kreuzberg: Als sei man im Taco-Shop

2. Raul Oliver Arriaga hat in Mexiko-City kochen gelernt. Für ihn ist es selbstverständlich, Nachos aus purem Maismehl zu backen. Seit zwei Jahren betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Julia einen typisch mexikanischen „Taco-Shop“ mit 20 Plätzen. „Unsere Gäste können sich ihre Tacos selbst zusammenstellen“, sagt Julia. Als Basis wählt man etwa Burito, Quesadilla oder Tacos. Dazu kommen Füllungen wie die Chili-Eigenkreation „Black Chicha“, Fleisch oder Grillgemüse. Getoppt wird das Ganze mit Guacamole, Käse, Bohnen oder Sour Cream.

Chaparro Wiener Str. 14a, Kreuzberg, U1 Görlitzer Bahnhof, Mo.–Do. 12–22 Uhr, Fr. 12–23 Uhr, Sbd. 16–23 Uhr, So. 13–21 Uhr, Tel. 30 36 87 30, chaparro-berlin.de

Friedrichsfelde: Zuwachs bei den Berliner Kängurus

3. Die Bergkängurus Max und Moritz sind die neueste Attraktion im Tierpark Friedrichsfelde. „Sie wurden 2012 und 2013 im niederländischen Zoo Best geboren“, sagt Diplom-Biologe Christian Kern aus dem Tierpark. Seit Anfang Januar leben die Jungtiere zusammen mit acht Gelbfußfelsen- und fünf Bennettkängurus in einer begehbaren Anlage.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde Am Tierpark 125, Friedrichsfelde, U5 Tierpark, tägl. 9–17 Uhr, ab 15.3. bis 18 Uhr, Eintritt zwölf Euro, ermäßigt neun Euro, 5–15 Jahre sechs Euro, Tel. 51 53 10, www.tierpark-berlin.de

Mitte: Wohnaccessoires und Kaffee aus Portugal

4. Das Paz d’Alma ist ein portugiesischer Concept-Designshop mit Café. Dass die Portugiesen ein Händchen für Schönes und Nützliches haben, beweist schon ein Geäst mit zwei Leuchtkörpern, das im Schaufenster hängt. Die dekorative Lampe ist ein Objekt von Bichos by Martinho.

Paz d’Alma Linienstr. 121, Mitte, U6 Oranienburger Tor, Di.–Fr. 11–19 Uhr, Sbd. 10–18 Uhr, Tel. 64 31 99 00 (bis 4.3. Urlaub), www.paz-dalma.de

Tiergarten: Der schwarze Kontinent kompakt

5. Das 1993 eröffnete Afrika-Haus präsentiert die Kultur des schwarzen Kontinents und ist eine Begegnungsstätte für Afrikaner. „Zu unserem Programm gehören Vorträge, Themenabende, Theateraufführungen, Ausstellungen, Buchvorstellungen, Diskussionsrunden und Filmvorträge“, sagt Leiter Oumar Diallo. Nächster Veranstaltungstermin ist die Podiumsdiskussion „Tourismus in Sub-Sahara Afrika“ am 5. März mit Tourismusdirektorin Carmen Nibigira aus Burundi. Am Weltfrauentag (8.März) werden zwölf Afrikanerinnen porträtiert. Die Veranstaltungen finden jeweils um 18 Uhr statt.

Afrika-Haus Bochumer Str. 25, Tiergarten, U9 Turmstraße, geöffnet bei Veranstaltungen, Tel. 392 20 10, www.afrikahaus-berlin.de

Prenzlauer Berg: Schickes skandinavisches Wohndesign

6. „In Skandinavien verbringen wir viel Zeit zu Hause oder bei Freunden, deshalb sind Möbel und Wohnaccessoires sehr wichtig für uns“, sagt Sten Rasmussen. Der Designer präsentiert in seinem Laden formschönes und zugleich funktionales Design von rund 30 Kreativen aus dem hohen Norden: Armbänder aus Rentierleder, Lampen, Körbe aus Birkenrinde und Küchenutensilien wie Käsehobel. Möbel findet man in Rasmussens Showroom an der Marienburger Straße.

Scandinavian Objects Rykestr. 31, Prenzlauer Berg, Tram 2, 10 Prenzlauer Allee/Danziger Straße, Di.–Fr. 11.30–19 Uhr, Sbd. 11.30–17 Uhr, Tel. 484 96 26, www.scandinavianobjects.com

Wilmersdorf: Scharfe Wantans und edler Riesling

7. „Das Zusammenspiel von Säure und Frucht beim Riesling passt gut zu chinesischem Essen“, sagt Huiqin Wang. Der Gastwirt führt auf seiner Karte 230 Weine, 60 Prozent von ihnen sind Riesling. Mit seinem Weinangebot hebt er sich ebenso vom Standard-Chinesen ab, wie mit seinen Gerichten. Wang serviert Authentisches aus der Provinz Sichuan und macht dabei wenige Zugeständnisse an die europäischen Geschmacksnerven. Die meisten Gerichte sind sehr scharf. Probieren sollte man seine Wantans in Ingwer-Chili-Öl-Soße oder die Aubergine mit Schweinehack.

Hot Spot Eisenzahnstr. 66, Wilmersdorf, U7 Adenauerplatz, tägl. ab 12 Uhr, Küche bis 23 Uhr, Tel. 89 00 68 78, www.restaurant-hotspot.de

Neukölln: Das große kalifornische Frühstück

8. In Berlin hat der gebürtige Kalifornier Patrick Plasa vor allem das üppige amerikanische Frühstück vermisst, zu dem Pancakes, French Toasts, Eggs Florentine oder gehaltvollen Ranchero Nachos gehören. Also hat er das Californian Breakfast Slam, kurz Cabslam, aufgemacht. Nach knapp drei Jahren an der Pflügerstraße ist das Lokal in neue Räume gezogen. Zukünftig wird es dort auch Lunch und Dinner geben.

The California Breakfast Slam Innstr. 47, Neukölln, Bus 171 Elsenstr., z.Zt. Sbd.+So. 10–16 Uhr, ab Mitte März tägl. 10–2 Uhr, Tel. 686 96 24, www.cabslam.com

Schöneberg: Authentische Spezialitäten aus Israel

9. Im März kann Yorai Feinberg den ersten Geburtstag seines kleinen Restaurants feiern, in dem israelische Gerichte mit arabischem Einfluss gekocht werden. Ein Muss ist das hausgemachte Hummus. Und „Feinberg`s Israeli Frühstück“ schmeckt garantiert auch in den Nachmittagsstunden.

Feinberg’s Restaurant Fuggerstr. 37, Schöneberg, U1, 2, 3 Wittenbergplatz, Di.–So. 12–23 Uhr, Tel. 91 55 34 62, www.feinbergs.de