Kleine Entdeckungen

Luxusauto an der Hauswand

„Wenn der Vater mit dem Sohne“, das waren 1955 Heinz Rühmann und Oliver Grimm. Seit 2009 sind es Gert Neuhaus und sein ältester Sohn Patrick.

An der Schöneberger Stübbenstraße 7 hat der Wandmaler eine rund 23 Meter hohe Hausfassade gestaltet und wie den Filmklassiker benannt. „Wir haben das Bild zusammen gemalt“, erklärt Gert Neuhaus die Namensentlehnung.

Eine große Treppe, hohe Bäume und viel Himmel sind auf den ersten Blick präsent. Dann erst entdeckt man einen Zeitung lesenden Mann, einen Jungen am Computer sowie einen Porsche. Dass dieser Luxuswagen in der Szenerie auftaucht, ist für den Berliner Künstler eine Warnung an sich selbst. Mit Wertpapieren dieser Marke habe er kein Glück gehabt, verrät Neuhaus.

Im November ist ein weiteres Wandbild von ihm fertig geworden. In Charlottenburg, an der Ecke Pestalozzi- und Suarezstraße, hat er die Hausecke so bemalt, dass die Fenster und Balkone von der diagonal gegenüber liegenden Straßenecke aus real wirken. Diese Irritation, so Gert Neuhaus, sei für den Betrachter ein großer Spaß.