Trus Top-Tipp

Afro-Jam

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Carlos Dalelane

Zum Anschauen: Musikalischen Großmeistern wie James Brown oder Sly Stone gebührt die Pionierleistung, in den 60-Jahren den sogenannten Funk, eine Mischung aus Soul, Jazz und Rhythm and Blues, populär gemacht zu haben. Zeitgleich entwickelten sich in Afrika herausragende Bands, die wiederum den amerikanischen Sound durch afrikanische Rhythmusgruppen und Lebensfreude ergänzten. Der in Mosambik geborene Wahlberliner Carlos Dalelane lädt traditionell am ersten Donnerstag des Monats, also auch morgen Abend, in den Hangar 49 an der Holzmarktstraße 15–18 zu einer Afrofunk-Jamsession. Wenn das Set der Band vorbei ist, darf jeder mitjammen, der im Besitz eines Instruments ist und seinen Beitrag zur Stimmung leisten will.

Zum Anhören: Der Godfather von Afro-Funk beziehungsweise Afro-Beat ist der nigerianische Saxophonist, Bandleader und Bürgerrechtler Fela Kuti, der in seiner ersten bekannten Combo „Nigeria 70“ bis zu 40 Sänger, Tänzer, Saxophonisten, Trompeter, Schlagzeuger, Gitarristen und Trommlern aller Arten um sich scharte. Mein Tipp ist sein 71er-Album „Live“, das er gemeinsam mit Ginger Baker, dem berühmten Schlagzeuger bei Alexis Korner oder Cream, einspielte. Lesenswert ist übrigens auch Fela Kutis Biografie „This bitch of a Life“, erhältlich bei Zweitausendeins.