Drama

„Staudamm“: Folgen eines Amoklaufs

Littleton, Newtown, Erfurt, Winnenden – erschreckend lang ist die Liste von Amokläufen an Schulen.

Gus van Sant hat darüber vor rund zehn Jahren den schmerzhaften Film „Elephant“ gedreht. Ihm folgt nun der deutsche Regisseur Thomas Sieben mit „Staudamm“. In seinem fiktiven Drama steht aber nicht der Amokläufer im Zentrum, sondern die traumatisierten Opfer. Endgültige Wahrheiten gibt es nicht, aber Sieben stellt in seinem Psychogramm des Amokläufers viele Fragen zur Motivation des Täters. Ein bedrückendes, beeindruckendes Kammerspiel.