Kleine Entdeckungen

Berlins älteste Dorfkirche

Ein paar Ungereimtheiten gibt es schon und nicht jeder ist sich sicher, ob es sich tatsächlich um die älteste Dorfkirche Berlins handelt

. Schenkt man der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde Glauben, wurde sie um 1220 erbaut und kann sich damit zu Recht mit dem Superlativ schmücken. Gut erhalten präsentiert sie sich auf alle Fälle, die dicken Feldsteine glänzen, innen ist unter anderem das Taufbecken zu bewundern und der Kirchenraum wird auch als Konzertsaal bespielt.

Ein paar verwitterte Gräber erinnern an die Zeiten, als der Kirchhof gleichzeitig Friedhof war. Das war bis 1889 der Fall. Das Grab der Familie Kiepert – Adolf Kiepert wandelte Mitte des 19. Jahrhunderts das Rittergut Marienfelde in einen landwirtschaftlichen Vorzeigebetrieb um – wurde auch anschließend weiter benutzt. Wie andere Dorfkirchen steht auch sie auf einer idyllischen Dorfaue samt eines verwunschenen und fast gänzlich zugewachsenen Dorfteichs. Die Bäume sind majestätisch hoch und einer, eine Linde, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als besonders mächtiges Exemplar. Für dessen sich auch oberirdisch ausbreitendes Wurzelwerk musste sogar eine Aussparung in eine der Kirchhofmauern eingearbeitet werden.