Kleine Entdeckungen

Kästner und die Detektive

Ein moderner Flachbau steht an der Prager Straße Hausnummer 10. An dieser Stelle befand sich früher das Haus, in dem Erich Kästner von 1927 bis 1931 lebte.

Das zumindest verrät eine Gedenktafel, die an der Fassade angebracht ist. Der Besucher muss schon genau hinsehen, um sie an dem Gebäude zu entdecken. Dafür erinnert ein großes Wandbild an das Buch „Emil und die Detektive“, das Kästner 1928 schrieb. Der Schriftsteller, Kinderbuchautor und Journalist (23. 2. 1899–29. 7. 1974) beschreibt in seinem Roman für Kinder seine Wohngegend am und um den Prager Platz. Das Bild an der Hausfassade zeigt das Titelbild des Buchs, das im Herbst 1929 erschien.

Dieses Buch war das einzige Werk Kästners, das von den Nationalsozialisten 1933 bei der Bücherverbrennung nicht verbrannt wurde. Alle anderen Arbeiten Kästners wurden Opfer der Flammen. Kästner war als einziger der verfemten Schriftsteller bei der Verbrennung seiner eigenen Werke persönlich anwesend. 1936 wurde das Buch „Emil und die Detektive“ ebenfalls von den Nationalsozialisten verboten.