Trus Top-Tipp

Sehr britisch

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Suede

Zum Anschauen: Die Royal Albert Hall in London ist einer der bedeutendsten Veranstaltungsorte Englands. Das glamouröse Zeugnis viktorianischer Baukunst aus dem 19. Jahrhundert liegt direkt am Kensington Garden. Hier finden diverse Großveranstaltungen statt, ich hatte das Glück, Van Morrison und auch Eric Clapton dort live zu sehen. 8000 Menschen passen rein und auch Suede haben das Haus auf ihrer Reunion-Tour 2010 bis unters Dach ausverkauft. In England ist der Stellenwert dieser Britpop-Ikonen besonders groß, aber auch deutsche Fans wissen durchaus, was sie der Truppe um Brett Anderson verdanken. Am kommenden Montag gastieren sie, bewaffnet mit ihrem neuen Album „Bloodsport“, in Huxleys Neuer Welt.

Zum Anhören: Melodisch, harmonisch und very british, nach Arbeiterklasse und Boheme-Rebellion klingend, so spielten sich Suede in den frühen Neunzigern ins Rampenlicht. Getrieben von einem musikalischen Selbstverständnis, das aus Pop-Preziosen von The Smith oder Roxy Music erwuchs, waren sie der Gegenentwurf zu Grunge und Seattle Depression. In den Neunzigern gelangen ihnen gleich drei hörenswerte Alben, das Schönste ist „Coming Up“ von 1996, das ihnen Charterfolge einerseits und das Gelingen einer Blaupause für englische Popmusik andererseits bescherte.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei „Jochen Trus am Morgen“ auf 105’5 Spreeradio