Unter 20 Euro

Schnitzel und Fleischlaberle in der Heurigenstube

Ein Wiener Schnitzel geht immer.

Und so gewitzt man als Schnitzel-Fan auch ist, immer wieder entdeckt man in der eigenen Stadt eine neue Lokalität, die sich dieses Kultgerichtes annimmt. So auch Gustav, eine kleine Heurigenstube unweit des Nollendorf- und Winterfeldtplatzes. Dass es heute kein Kalb in Panade (mit Petersilien-Erdäpfeln und Gurkensalat für 16,90 Euro) gibt, hat einen einfachen Grund. Der Gaumen hat Appetit auf Fleischlaberle – eine Bulette.

Die rustikal-moderne Speisestube ist klein, 26 Plätze an Holztischen und auf Holzbänken, dazu noch einige an der Bar. Draußen, rund 20 Plätze, wenn das Wetter es noch zulässt. Auf dem Bürgersteig steht eine Tafel, die frühe Abendbrot-Gäste belohnt: Zwischen 17 und 19 Uhr kostet der im 0,2er-Henkelglas kredenzte „Happy Spritzer“ nur 1,50 Euro. In puncto Preisqualität gibt es wenig zu meckern. Die österreichischen Weine, viel Bio und allen voran der Grüne Veltliner von soliden Winzern, kostet ab drei Euro das 0,2-Liter-Glas. Flaschen gibt es ab 14 Euro.

Studiert man das Vorwort von „Wirt Gustav“ in der Karte, erfährt man, dass Wasser und Brot auf Nachfrage umsonst gereicht werden. Kaum hat man alles registriert, ist er herzlich serviert auch schon da, der österreichische Fleischklops. Schmackhaft, mit Senf. Der Erdäpfelsalat hingegen leider nicht. Die Kartoffeln sind zu mürbe, die Rezeptur ein wenig fad. Erfreulich für den kleineren Hunger ist, dass es das Wiener Saftgulasch auch als halbe Portion gibt. Schmackhaft, mit Vollkornbrot zum „Stippen“ ein feines Abendbrot. Das gibt es auch: verschiedene Stullen (ab drei Euro) sowie Brettljausen (ab 6,50 Euro).

Heuriger Gustav Motzstr. 10, Schöneberg, tägl. 17–23 Uhr, Tel. 21 28 01 40, www.heuriger-gustav.de

Bewertung

Geschmack ***

Ambiente ***

Service ****

Preis/Leistung ****

Gesamt ****

Höchstwertung: *****