Ausflugstipp

Vom Rosengarten im Treptower Park zur Sternwarte

Seinem Ruf als grünster Bezirk Berlins macht Treptow-Köpenick alle Ehre, wenn man durch den Treptower Park spaziert.

Nach Verlassen des gleichnamigen S-Bahnhofs befindet man sich mitten im Grünen. Die Pfade, die entlang der Puschkinallee in den Park führen, sind umrandet von Wald und Wiesen. Man begegnet Hundebesitzern, Spaziergängern und Faulenzern. Ein Stückchen weiter im Park stoßen wir auf den Rosengarten . Ein Spaziergang zu der Vielfalt der Rosen, die man dort findet (mehr als 100 Sorten), ist ein Muss für alle Gartenliebhaber. Besucher sitzen dort auf Parkbänken, lesen, plaudern, im Hintergrund ist das Rauschen des Springbrunnens im Zentrum des Gartens zu vernehmen.

Rechts neben dem Rosengarten überqueren wir die Puschkinallee und betreten damit nicht nur die andere Straßenseite, sondern auch einen besonderen Ort des Gedenkens. Der Torbogen, durch den wir auf die Statue „Mutter Heimat“ zugehen, verrät es: Es ist das sowjetische Ehrenmahl, das Herz des Treptower Parks und beliebte Touristen-Attraktion. Die 1949 fertiggestellte Gedenkstätte erinnert an die 80.000 Rotarmisten, die 1945 bei der Eroberung Berlins gefallen sind.

Wenn man von der Statue aus nach links geht, überblickt man eine Anlage, deren Architektur heutzutage übertrieben wirkt, aber dennoch eine seltsam respekteinflößende Stimmung ausstrahlt. Die Statue mit Kind und zerschlagenem Hakenkreuz dominiert die Szene. Die Treppen laden zum Innehalten ein, andere beginnen dort einen Spaziergang durch das karge Areal.

Danach folgen wir unseren Fußspuren zurück in Richtung des Torbogens, den wir passieren. Nun geht es wieder in den Park. Der Weg führt erneut am Ehrenmahl vorbei, diesmal auf der anderen Seite des Zauns.

Wenig später können wir die Archenhold-Sternwarte erblicken. Den Weg entlang am Zaun des Geländes folgend, kommen wir zum Museum, das neben den normalen Öffnungszeiten (Mi.–So., 14–16.30 Uhr) sonnabends und sonntags um 14 Uhr ein Kinderprogramm und um 15 Uhr reguläre Führungen anbietet. Die Ausstellungen beschäftigen sich mit den Fragen der Astronomie und der Geschichte der Archenhold-Sternwarte.

Doch nach Geschichte und Wissenschaft wird es jetzt Zeit für Entspannung. Wir überqueren die Straße Alt-Treptow, laufen links die Bulgarische Straße entlang und lassen den Spaziergang mit schönem Ausblick auf einer der Bänke an der Anlegestelle ausklingen.