Kleine Entdeckungen

Verloren am ICC

Die Skulptur ist zwischen zwei Wahrzeichen Berlins platziert. Zur einen Seite ragt der Funkturm mit fast 150 Metern Höhe in den Himmel. Auf der anderen Seite ist das ICC. Wie ein dickes Raumschiff ruht es seitlich der Skulptur „Begegnungen“. Vielleicht sorgt sie für etwas Ablenkung bei jenen Technikfans, die bald am Messeeingang Ost nach Eintrittskarten für die internationale Funkausstellung vom 6. bis 11. September anstehen werden.

Die Skulptur wirkt an dieser Stelle ein wenig verloren. Auch wenn sie eigentlich gar nicht zu übersehen ist. 290 Zentimeter hoch ist sie. Besonders wenn die Sonne scheint, glitzert ihr Äußeres aus Chromnickelstahl höchst imposant. Wie Schlangen oder Äste sind die Fragmente ineinander verschlungen. Wären manche Enden nicht mit Stickern beklebt, sähe die Skulptur aus wie soeben aufgestellt. Dabei steht sie schon seit mehr als 30 Jahren dort. 1978/79 wurde sie von dem für seine Monumentalwerke bekannten Künstlerpaar Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff geschaffen. In der Form ähnlich, mit acht Metern aber noch einiges höher und weit bekannter, ist ein anderes ihrer Werke, das viele kennen: die Mitte der 80er-Jahre zur 750-Jahr-Feier Berlins aufgestellte Plastik „Berlin“ auf dem Mittelstreifen der Tauentzienstraße.