Mitte

Dreigroschenoper im Berliner Ensemble

Heute würde man sagen: Dieses Stück rockt.

Unumwundene Poesie und blutige Wahrheiten in den Texten, gepaart mit Ohrwürmern auf erbarmungslos vorantreibenden Rhythmen. Diese „Dreigroschenoper“ will einfach nicht unzeitgemäß werden. Nach Büchners „Leonce und Lena“ und Shakespeares „Wintermärchen“ war Robert Wilson mit der Inszenierung der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht zur Musik von Kurt Weill 2007 ein Berliner Theaterhighlight gelungen, das nicht an Aktualität verliert. Neumodische Musicals sind gar nichts dagegen. Grelle Farben, grelle Bild- und Lichtreize prasseln am Schiffbauerdamm auf das Publikum ein. Wer es noch nicht kennt: spätestens jetzt anschauen.

Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte, Tel. 28 40 81 55, 23. 8., 20 Uhr, es gibt noch Karten für 11 und 16 Euro