Kleine Entdeckungen

Tee und Konzerte im „Garten Eden“

Idylle mitten in der Großstadt: Im Großen Tiergarten, unweit der Altonaer Straße, befindet sich das Teehaus im Englischen Garten.

Das rund 40.000 Quadratmeter große Areal gehörte ursprünglich zum Schlosspark Bellevue, der 1785 für Prinz Ferdinand von Preußen angelegt wurde.

Ende des Zweiten Weltkrieges, als halb Berlin zerstört und der Tiergarten eine verwüstete, baumlose Freifläche war, schenkten die Briten den Berlinern einen Landschaftspark im englischen Stil. Am 29. Mai 1952 wurde der neue Park vom britischen Außenminister Sir Anthony Eden und dem damaligen Bürgermeister Ernst Reuter der Öffentlichkeit übergeben. Der offizielle Besuch des britischen Außenministers veranlasste die Berliner, dem Park den Spitznamen „Garten Eden“ zu geben. Im Jahr darauf eröffnete das Teehaus, das Herbert Noth 1953 mit Schilfdach errichtete – Restaurant, Café und Biergarten in einem.

Das Teehaus bietet heute in seinem Inneren 100 Gästen Platz, die Terrasse im Sommer fasst rund 500 Besucher. Hier, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schloss Bellevue, Siegessäule und Hansaviertel, finden zurzeit immer sonntags Konzerte bei freiem Eintritt statt.