Kleine Entdeckungen

Berlins kürzeste Allee liegt in Moabit

Kaum ist man losgelaufen, ist man auch schon durch: Gerade mal rund 50 Meter lang ist die Thusnelda-Allee in Moabit.

Damit ist das kleine Verbindungsstück zwischen Alt-Moabit und Turmstraße die kürzeste Allee Berlins, ja sogar Deutschlands. Allzu viel zu sehen gibt es freilich nicht. Das Haus mit der Anschrift Thusnelda-Allee 1 ist das einzige Gebäude der Straße, es ist die 1892 erbaute Heilandskirche, deren Turm fast doppelt so hoch ist wie die Straße lang.

Ihren Namen hat die kleine Straße von Thusnelda, der Ehefrau des Feldherrn Arminius, besser bekannt als Hermann der Cherusker, der im Jahre 9 nach Christus im Teutoburger Wald Varus die Stirn bot. Gegenüber der Kirche liegt der 1950 angelegte Otto-Park, der zum Kleinen Tiergarten gehört. Am nördlichen Ende der Allee befindet sich das Rathaus Tiergarten.

Bis 1998 war die Thusnelda-Allee mit der Heilandskirche als einziger Sehenswürdigkeit übrigens auch die kürzeste Straße Berlins. Doch sie verlor die Ehre an die wiederhergestellte Eiergasse im Nikolaiviertel. Denn die ist nur ganze 16 Meter lang.