Ausflugs-Tipp

Die krumme Linde in Stolpe und der Ziegenbock Otto

Unser Ausflug beginnt am S-Bahnhof Heiligensee (S25).

Nachdem wir nach links in die Ruppiner Chaussee eingebogen sind, laufen wir auf einem asphaltierten Fußweg am Waldrand entlang. Bei einem Obsthändler kurz vor der Grenze zu Brandenburg biegen wir nach rechts in den Berliner Mauerweg ein. Von dort nehmen wir die erste Einmündung nach Stolpe Süd, einem Ortsteil der Stadt Hennigsdorf. Wir laufen die „Freiheit“ entlang, bis wir in diesem kleinen Ort, der fast ausschließlich aus Einfamilienhäusern besteht, unser erstes Ziel erreichen: die Keramikwerkstatt an der Freiheit 19. Dort gibt es sowohl dekorative Keramik als auch Gebrauchskeramik wie Becher, Tassen und Kannen mit Verzierungen. Um aus den verschiedenen Objekten ein vollständiges Präsent entstehen zu lassen, werden zudem Tee zur Teekanne, Kerzen zum Ständer und Grußkarten angeboten (geöffnet Mo.-Sbd., 11-14 Uhr).

Nach diesem kunsthandwerklichen Abstecher geht es links in den Fasanenweg und von dort nach einem kurzen Stück in den Drosselweg. Nun beginnt ein sehr entspannendes Wegstück, da der Drosselweg nach wenigen hundert Metern in einen Waldweg mündet. Nach knappen zwei Kilometern stoßen wir auf die L171, an deren Rand es nach rechts weiter Richtung Stolpe Dorf geht. An der Ampel biegen wir nach links in die Dorfstraße ein. Das kleine Dörfchen hat sich seinen Charme erhalten und es stehen noch viele Häuser aus früheren Jahrhunderten. Die Dorfkirche Stolpe beispielsweise stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde so kurz nach den ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes, als Feldsteinkirche errichtet. In dem stillen Dörfchen befinden sich mehrere Restaurants wie der Landgasthof „Zur krummen Linde“ . Das Restaurant wurde 1761 erbaut, überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet und wurde sogar nach der Teilung Deutschlands weitergeführt. Viele Teile des Landgasthofes sind noch im Original erhalten und die neu erbauten Teile halten sich an den Stil der Tradition. In dem deutschen Restaurant mit bürgerlichen Küche sind die knusprige Enten zu empfehlen. Für Leichtköstler oder Vegetarier gibt es Salatkompositionen und für Kinder einen großen Spielplatz.

Zum nächsten Ziel geht es links in die Waldstraße hinein zur Reitparkanlage Stolpe . Das 1998 eröffnete Reitsportzentrum umfasst 470.000 Quadratmeter Weidefläche, in deren Mitte Stallungen, Hallen und Außenplätzen errichtet worden sind. Es gibt auch Streicheltiere wie Otto den Ziegenbock. Nun kann man entweder an der Hauptstraße den Bus bis zum S-Bahnhof Hennigsdorf nehmen oder wieder zurück zum Ausgangspunkt laufen.