Unter 20 Euro

Ein verliebter Koch hätte den Gerichten gut getan

Eckbert Zwo – das hört sich gemütlich an. Und vertraut, auch wenn man noch nie da war.

Der Name ist aufschlussreich: Eckbert liegt an der Ecke, draußen gibt es lauschige Plätze unter Bäumen, drinnen Wirtshausatmosphäre. Blanke Holztische, ein Aquarium, kein Chi-Chi. Was dampfend aus der Küche kommt, sieht nach ordentlichen Portionen aus. Zuweilen sind umfangreiche Speisekarten ein Zeichen für eine Küche, in der nicht frisch gekocht wird. Dort nicht. Herrlich bodenständige Gerichte gibt es: Bratwurst vom Highland-Rind aus der Uckermark, Strammer Max, Käsespätzle, Schweinebraten mit Knödeln, Rindergulasch – fast alles unter beziehungsweise um zehn Euro.

Die passende Gemütlichkeit im Glas gibt es etwa mit Apfelwein. Zwischen 18 und 20 Uhr werden zwei badische Flammkuchen zum Preis von einem angeboten. Sonntags gibt es Braten.

Wir wählten Linseneintopf, zwei Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. Die Linsen erinnern an Omas Hausmannskost und reichen fast für zwei Gäste. Ordentlich zubereitet, doch ohne die erwartete Essigsäure. Beim Hauptgang fehlt Salz. Überhaupt wird mit Gewürzen sparsam umgegangen. Schade, denn die Küchentruppe versteht ansonsten ihr Handwerk, und die Produktqualität ist sehr gut.

Wegen der fehlenden Würze hätte man nachhaken können. Aber das hätte vielleicht der Stimmung geschadet, es war einfach zu gemütlich. Deshalb kommt das Eckbert auf die Wiederholungsliste. Mal schauen, wie es dann ums Salz bestellt ist.

Eckbert Zwo Görlitzer Straße 53, Kreuzberg, Mo.–Fr., 11.30–2 Uhr, Sbd./So. 10–2 Uhr, Tel. 62 75 27 26

Bewertung

Geschmack ***

Ambiente ****

Service ****

Preis/Leistung ****

Gesamt ****

Höchstwertung *****