Trus Top-Tipp

Noch ein Benjamin

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Ben Howard

Zum Anschauen: Früher durfte man als Teenager alles, aber nicht die Musik der Eltern hören! Aber Zeiten ändern sich. Heute führen immer mehr Künstler die Tonträgersammlung der Eltern als erste wesentliche Inspirationsquelle an. Im Falle von Ben Howard verlief die musikalische Edukation mittels elterlicher Scheiben durchaus zielführend. Bob Dylan, Van Morrison, Joni Mitchell und Richie Havens schallten dem jungen Engländer um die kindlichen Ohren, kein Wunder also, dass er sich Sprache und Melodie der Großmeister abschaute. Mittlerweile zählt der 26-jährige Londoner zu den Erfolg versprechenden Songschreibern dieser Tage. Heute Abend gastiert der letztjährige „Brit Award“- Winner in der Zitadelle Spandau.

Zum Anhören: Wer sich an den oben erwähnten Koryphäen orientiert, hat zunächst mal eine schwere Last zu tragen. Realistischerweise hat der junge Mann bisher im Schwergewicht der Songschreiber auch noch keinen Kampf gewonnen. Aber sein Debütalbum „Every Kingdom“ versammelt solide Stücke mit eingängigen Melodien, verträumten Background-Chören, beseeltem Gesang, Streichern, dem bewährten Schuss Melancholie und solide akustische Gitarrenarbeit. Gleich drei Singles des Albums landeten völlig zu Recht auf prominenten Plätzen in den britischen Charts.