Arnos Woche

Rallye durch Italien

Arno Müller über eine Autotour von Taormina bis nach Monte Carlo

Jedes Jahr freue ich mich auf drei Tage im Kalender: wenn die Moderatoren von 104.6 RTL eine Rallye durch Europa fahren. Am Pfingstwochenende war es wieder soweit. Während in den vergangenen Jahren die Teams von Thomas Koschwitz, Gerlinde Jänicke und meins verschiedene Strecken durch Europa zurück nach Berlin fuhren, haben wir uns in diesem Jahr auf ein Land konzentriert: „Der große Preis von Italien“. Start war in Taormina auf Sizilien am Fuße des Ätna. Die erste Etappe ging zur Amalfi-Küste nach Positano. Das ist für mich eine der schönsten Straßenabschnitte Europas, enge Serpentinen direkt an der Steilküste mit atemberaubenden Aussichten auf das Meer und die Insel Capri.

Dann ging es weiter an Rom vorbei in Richtung Monte Argentario nach Porto Ercole. Auf dem Weg dorthin hatten die Teams eine Aufgabe: Südlich von Rom zwischen dem Sommersitz des Papstes in „Castel Gandolfo“ und einem Ort namens „Rocca di Papa“ gibt es eine Straße, auf der Flaschen, Bälle und auch Autos den Berg hinauf rollen. Die Stelle ist nur ungefähr 200 Meter lang und es ist schon ein Problem, sie zu finden. An der Straße selbst gibt es keine besondere Kennzeichnung. Auch im Internet oder in Reiseführern wird dieser Landstrich nur vage beschrieben. Auch die Einheimischen geben ihn ungern preis. Nach einigem Suchen fanden wir den Straßenabschnitt anhand des Mülls im Straßengraben und unser Auto rollte tatsächlich ohne Motorkraft den Berg hinauf. Eine beeindruckende Anomalie der Natur.

Das Rennen führte weiter nach Portofino bis zur Ziellinie der Formel 1-Rennstrecke von Monte Carlo. Dort war schon alles für den großen Preis von Monaco am vergangenen Wochenende vorbereitet. Eine tolle Tour und ein großes Erlebnis, einmal selbst über diese Ziellinie zu fahren. Auf solchen Strecken ist Autofahren eine große Freude – auch wenn mein Team dieses Mal nur den zweiten Platz machte. Einfach selbst mal ausprobieren.