Kleine Entdeckungen

Friedhof der Märzgefallenen

Der allererste kommunale Park Berlins war es, der 255 heldenhaften Söhnen der Stadt zur Begräbnisstätte wurde.

Es waren bei den Märzunruhen 1848 umgekommene Kämpfer, die für Demokratie und bürgerliche Freiheiten auf die Straße gegangen waren und für die auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21. März 1848 hin umgehend ein Friedhof neu zu schaffen war.

Dieser ist heute Teil des Friedrichshains, liegt allerdings in einer versteckten Ecke, unterhalb des Krankenhausgeländes am Ernst-Zinna-Weg. Bis heute ist er ein symbolträchtiger Ort deutscher Geschichte. Während der Novemberrevolution 1918 wurden 33 damals gefallene Berliner „zugebettet“. Der beschauliche kleine Friedhof wurde zu einem Ort politischer Auseinandersetzungen und konkurrierender Gedenkveranstaltungen von SPD und KPD, die mehrmalige Umgestaltung durch die jeweiligen Autoritäten spiegelt das gut wider. Den zentralen Gedenkstein mit den Namen der Gefallenen umgibt eine Infotafel, ein Ausstellungscontainer zeugt vom Engagement des Kuratoriums „Friedhof der Märzgefallenen“ und dem Plan, den historischen Ort zur nationalen Gedenkstätte zu machen.