Bühnencheck

Er gibt sein Bestes

Andreas Rebers, der im Juli den Bayerischen Kabarettpreis für Musik 2013 erhält, macht sich in seinem Programm „Déjà vu“ Gedanken über den neuen Papst, der ihn irgendwie an Alfred Biolek erinnert, und über das, was Kardinäle unter ihrer Soutane tragen.

Ebenso über Landstriche in Niedersachsen, in denen unterirdisch Schweinehälften für China gezüchtet werden.

„Déjà vu“ ist ein wunderbarer Mix mit vielen Alltime-Favorites aus Andreas Rebers’ Repertoire, den Fans unbedingt sehen sollten. Ein empfehlenswerter Abend auch für Neueinsteiger, die Spaß an satirisch-politischem Klartext und tiefschwarzen unkorrekten Gags haben. Natürlich singt er Songs aus seinem selbst kreierten Genre der Arbeiterlieder in der Tradition von Brecht und Bohlen, den Hit vom „Fliesenleger“ etwa in allerschönster Schlagermanier.

Nach einem Abend voller subversiver Satire-Dialektik ist die Welt komplett aus den Angeln gehoben und neu erklärt. Das Kunststück soll ihm erstmal einer nachmachen: einen der momentan besten Best-of-Abende in der deutschsprachigen Kabarettzunft.

Bar jeder Vernunft Schaperstr. 24, Wilmersdorf, 20 Uhr, Tel. 883 15 82, Vorstellungen bis 14. 4., Di. bis Sbd. je 20 Uhr, So. 19 Uhr, 12,50-29,50 Euro