Kleine Endeckungen

Zu den Anfängen Berliner Bahnen

Wer mögen die 16 ehrwürdigen, meist bärtigen Herren sein?

Ihre Kopfprofile füllen zwei Reihen einer 92 mal 145 großen Bronze-Relieftafel. Sie fristet in einem dunklen Winkel der U-Bahnstation Klosterstraße ein Schattendasein. Zu Unrecht! Denn dies ist die authentische, 1913 von August Vogel erschaffene detaillierte Chronik der Berliner „Hoch- und Untergrundbahn“, von ihren Anfängen 1880 bis vor 100 Jahren, als viele neue Strecken in Betrieb genommen wurden.

Die 16 Bronzeporträts ehren die wichtigsten am Bahnbau beteiligten Berliner Persönlichkeiten. Dazu gehören Werner und Wilhelm von Siemens als Ideengeber, Projektanten und Gründungsmitglieder ebenso wie Max Steinthal, der als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank das Projekt finanzierte. Ebenso zu sehen ist der schwedische Architekt Alfred Grenander, der Berlin zur modernen Architekturmetropole verhalf und den U-Bahnhöfen ein unverwechselbares Erscheinungsbild verlieh. So auch der denkmalgeschützten Station Klosterstraße. Im Juli ist ihr Jahrhundertjubiläum. Es ist der einzige Bahnhof in ursprünglichem architektonischen Zustand.