Ausflugs-Tipp

Von den Ceciliengärten bis zum Friedrich-Wilhelm-Platz

Unser Ausflug durch den bürgerlichen Ortsteil Friedenau beginnt am Innsbrucker Platz.

Wenige Meter weiter auf der Hauptstraße in südlicher Richtung geht es nach 400 Metern links in die Traegerstraße. Nach 50 Metern biegen wir rechts in die Ceciliengärten ein. Die idyllische Wohnsiedlung mit weitläufiger Gartenanlage und Fassaden im Art-Déco-Stil strahlt eine beschauliche Ruhe aus. Kronprinzessin Cecilie von Preußen (1886-1954) war Namensgeberin der Siedlung, die 1977 zum Gartendenkmal erklärt wurde. Auf dem begrünten Platz stehen auch die Plastiken „Der Abend“ und „Der Morgen“ von Georg Kolbe. Die mit hohen Bäumen gesäumte Straße entlang erreichen wir nach wenigen Metern den Torbogen mit dem markanten Atelierturm. Dort wohnte von 1929 bis 1933 der Maler und Autor Hans Baluschek.

Rechts geht es hinein in die Semperstraße, an der Sponholzstraße einen kleinen Schlenker nach links, um dann den Weg in der Hedwigstraße mit ihren herrschaftlichen Altbauten fortzusetzen. Nach 300 Metern erreichen wir die Rheinstraße, rechter Hand mit dem Rathaus Friedenau. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges teilweise zerstört und danach recht schlicht wieder hergerichtet. Davor auf dem Breslauer Platz findet dreimal pro Woche Berlins ältester Wochenmarkt statt.

In Richtung Norden begeben wir uns in die Niedstraße , in der zahlreiche bekannte Schriftsteller wohnten. Die Straße wird auch „Friedenauer Literaturmeile“ genannt. In der Nummer 5 hatte Erich Kästner eine Zweitwohnung und sein Büro. In eines der ältesten Häuser Friedenaus an der Niedstraße 13 zog 1963 Literaturnobelpreisträger Günter Grass ein. An Schriftsteller Uwe Johnson und Maler Karl Schmidt-Rottluff erinnert eine Gedenktafel am Haus Nr. 14.

Am Ende der Niedstraße erreicht man den Friedrich-Wilhelm-Platz mit der Kirche zum Guten Hirten . Die evangelische Kirche wurde Ende des 19.Jahrhunderts errichtet und steht unter Denkmalschutz. Der neugotische Bau mit 70 Meter hohem Turm wurde 1893 von Kaiserin Auguste Viktoria eingeweiht und steht majestätisch auf dem Platz, der den landschaftlichen Mittelpunkt Friedenaus bildet.