Unter 20 Euro

Zum Mittagessen gibt es ein Elefantenohr

An der südöstlichen Seite des Viktoria-Luise-Platzes wartet das Wiesenstein mit bürgerlicher Schwabenküche auf Publikum. Weiße Tischdecken und stoffgepolsterte Holzstühle bestimmen das Ambiente.

- Eine skurrile Eigenheit sind die ausgestellten Zeichnungen des fränkischen Berliners Bobo Freitag mit sehr viel schwarzem Humor.

Am Sonnabendnachmittag unseres Besuchs befinden sich viele unterschiedliche Gäste im Wiesenstein, auch Familien und asiatische Touristen haben sich anziehen lassen. Letztere bestellen fast ausschließlich das "Elefantenohr", Schweineschnitzel Wiener Art also, mit Brägele (alemannischen Bratkartoffeln) und Salat für 12,50 Euro.

Lange warten muss man nicht, bis der freundliche und aufmerksame Kellner die Karte bringt. Es gibt schwäbische Leckereien, Maultaschen, Spätzle, Schäufele, aber auch Raritäten wie "Schwäbische Austern" (überbackenes Schneckenragout für 6,50 Euro) oder Kutteln in Lembergersoße und Brägele für 9,90 Euro.

Zur Qualität: Neben einem wunderbar süffigen, fassgezapften Pils der Alpirsbacher Klosterbrauerei (3,70 Euro für 0,4 Liter) überzeugt die kraftvolle Rinderbrühe mit Leberknödel für 4,50 Euro. Ein Tipp ist auch der Kartoffelsalat. Der ist so gut, dass mancher Gast ihn als Vorspeise ordert, 2,50 Euro kostet die kleine Portion.

Soweit die Kür. Bei der Pflicht allerdings patzt die Küche. So sind die Blutwurstmaultaschen einfach zu fest. Nur das ordentliche Rieslingkraut rettet das Gericht vor größeren Minusnoten (9,50 Euro). Die Schweizer Maultaschen mit Grünkohl haben dann allerdings dermaßen viel Salz abbekommen, dass ein zweites Bier bestellt werden muss.

Wiesenstein Viktoria-Luise-Platz 12a, Schöneberg, Tel. 21 91 24 05, www.wiesenstein.de, täglich 12-24 Uhr

Bewertung

Geschmack ***

Ambiente ****

Service ****

Preis/Leistung ***

Gesamt ***

Höchstwertung: *****