Best of Berlin

Ein Zuckerschlecken

Ob herb, ob bitter, ob zuckersüß: Rückt die Adventszeit näher, verführen feine Schokoladen und edle Pralinen zum Genuss. Dafür bietet Berlin einige der besten Adressen. Eine Auswahl

Lichterfelde: Hier gibt es den Kuchen im Glas

1. Wie wäre es in diesem Jahr mal mit einem Weihnachts-Cranberry-Ingwersirup-Kuchen oder einem köstlich winterlichen Walnusskuchen mit Feigen und Datteln? Allerdings nicht als Stück, sondern im Glas. In der Feinkostmanufaktur von Miriam Eva und Rüdiger Kebe gibt es auch richtig zuckrige Delikatessen. Etwa die Gelees mit Gewürzen und Blüten als Topping von Waffeln. Neu sind vegane Fruchtcrèmes wie Aprikose und Dattel oder Birne und Walnuss. Besonders zu Croissants schmecken sie ganz wunderbar.

Kebe-Living Lorenzstr. 58/Eingang Jägerstraße, Lichterfelde, S25 Lichterfelde-Ost, Bus M11 Jägerstraße, Di.-Fr. 11-18 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 38 10 13 90, www.kebe.de

Charlottenburg: In flüssige Schokolade dippen

2. Heiß und dickflüssig, aus in Milch aufgelöster Valrhona-Schokolade in einer niedlichen Tasse serviert, das ist Winterromantik. In der bunten Caféstube dreht sich alles um die Kakaobohne. Da gibt es hochwertige Tafelschokolade, Bücher rund um Schokolade sowie Pralinen, nicht hausgemacht, aber beste Qualität und viel fair trade. Und eben Trinkschokolade. Zu der passen perfekt Churros, frisch frittiertes, gezuckertes spanisches Gebäck, das man natürlich in die Tasse dippt. Alternativ: Chilikakao und dazu ein Stück Orangentarte.

Nibs Cacao Bleibtreustr. 46, Charlottenburg, S5, 7, 9, 75 Savignyplatz, Mo.-Sbd. 11-20, So. 13-19 Uhr, Tel. 34 72 63 00, www.nibscacao.de

Mitte: Die Berliner Pralinenmacher

3. Allein in der gläsernen Pralinentheke liegen 250 verschiedene Sorten aus: Pralinen, Trüffel und Konfekt, produziert in der hauseigenen Tempelhofer Manufaktur. Wie soll man da eine Auswahl treffen? Keine Sorge, man wird fachkundig beraten, kann sich also ganz dem Schokorausch hingeben. An der Theke mit unterschiedlichen Tafeln lockt ebenfalls beste Qualität, sprich Edel-Kakao.

Fassbender & Rausch Charlottenstr. 60, Mitte, U2, 6 Stadtmitte, Mo.-Sbd. 10-20, So. 11-20 Uhr, Café tägl. 11-20 Uhr, Tel. 20 45 84 40, www.fassbender-rausch.de

Wilmersdorf: Alles Gute aus der Schweiz

4. Wenn man weiß, was das Wort "Chuchichäschtli" bedeutet, kennt man auch die Geschäftsidee des Schweizers Chris Frankhauser und des Süddeutschen Matthias Kaiser. Seit Anfang des Jahres betreiben sie ihren "kleinen Küchenkasten", 50 Quadratmeter großes Stück Schweiz mit direkt importierten, mal herzhaften, mal süßen Landesspezialitäten. Zu letzteren gehören beispielsweise die "Bärli-Biber", Lebkuchen mit Mandelfüllung, ebenso die Schweizer Weihnachtsnascherei "Brunsli", ein weiches Schokogebäck.

Chuchichäschtli Holsteinische Str. 19, Wilmersdorf, U3 Hohenzollernplatz, Di.-Fr. 10-18.30, Sbd. 10-15 Uhr, Tel. 53 67 72 20, www.chuchichäschtli.eu

Prenzlauer Berg: Der Patissier des Vertrauens

5. Georg Fuhrmann zählt unbestritten zu den Besten. In seiner Werkstatt der Süße arbeitet er nur mit besten Produkten. Es ist Café mit 30 Plätzen und Verkaufsladen zugleich. Seine Pralinen im ständig wechselnden Sortiment werden traditionell handwerklich und ausschließlich mit erlesener Valrhona-Kuvertüre ohne Aroma- und Konservierungsstoffe hergestellt. Dauerbrenner sind seine Schokocrisp-Törtchen und zur Weihnachtszeit Zimtsterne und Vanillekipferl.

Werkstatt der Süße Husemannstr. 25, Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Straße, Di.-So. 10-18 Uhr, Tel. 32 59 01 57, www.werkstatt-der-suesse.de

Köpenick: Pralinen speziell zur Adventszeit

6. "Ich arbeite ohne Konservierungsstoffe", sagt Chocolatière Kathrin Weimar. Deshalb bietet sie ihre Spekulatius-Pralinen auch erst zur Adventszeit an. 25 Pralinensorten, darunter auch Walnuss-Marzipan oder Weichkrokant, sorgen jetzt schon für Winterstimmung. Ebenfalls hausgemacht sind die edlen Tafelschokoladen, die etwa mit Chili, Nüssen, Cranberries oder Himbeeren bestückt werden. Die Trinkschokolade wird in dem Zwölf-Plätze-Café heiß, dick und ohne Stärke zubereitet.

Chocolaterie Catherine Grünstr. 17, Köpenick, Bus 167, Tram 61 Schloßplatz Köpenick, Mo.-Fr. 10-18, Sbd. 10-15.30 Uhr, Tel. 68 32 76 28, www.chocolaterie-catherine.de

Mitte: Die Prinzessin der Käsekuchen

7. Käsekuchen ist nicht gleich Käsekuchen. Das weiß Conny Suhr und inzwischen wissen dies auch die Kunden von "Princess Cheesecake". In der Backstube hinter dem Café stellen Experten wie Nigjar Hadjisade (Foto) Kuchen in den verschiedensten Variationen her. Es gibt gebackene und gekühlte Varianten, vom klassischen New York Cheesecake bis Marzipan-Käse-Sahne.

Princess Cheesecake Tucholskystr. 37, Mitte, S1, 2, 25 Oranienburger Straße, tägl. 10-19 Uhr, Tel. 28 09 27 60, www.princess-cheesecake.de

Halensee: Winterlicher Eiskrem-Zauber

8. Ulrike Baumgärtel und Gisela Trögele sind unter die Adventsbäckerinnen gegangen: Vanilletaler, Nussküsse, Mandelspekulatius. Alles hausgemacht, wie auch die weißen Trüffel mit Rieslingsekt. In ihrem hübschen Café-Eisdielen-Mix wird Gefrorenes natürlich rund ums Jahr angeboten, etwa neue Winterkreationen wie weißes Schoko-Eis mit eingelegten Himbeeren.

Vanille & Co. Joachim-Friedrich-Str. 27, Halensee, S5, 7, 9, 75 Charlottenburg, tägl. 12-19 Uhr, Tel. 31 51 78 35, www.vanille-und-co.de

Wilmersdorf: 100 Jahre edelbittere Schokogeschichte

9. Ein Jahrhundert ist es her, da legte Konditor Erich Hamann den Grundstein der Berliner Schoko-Erfolgsgeschichte. Inzwischen leitet Enkel Andreas das Familienunternehmen in dritter Generation. Immer noch dreht sich alles um feine Bitterschokoladen, rund 30 Tafelschokoladen und 60 Pralinensorten, viele hergestellt nach Originalrezepturen des Firmengründers. Auch das Ladengeschäft neben der Schokomanufaktur ist eine Augenweide. Die Einrichtung im Bauhaus-Stil stammt von 1928. Bis heute wird die Schokolade in den Original-Vitrinen platziert.

Erich Hamann Brandenburgische Str. 17, Wilmersdorf, U7 Konstanzer Straße, Mo.-Fr. 9-18, Sbd. 9-13 Uhr, Tel. 873 20 85/86, www.hamann-schokolade.de