Unter 20 Euro

Schnaps im Kinderwagen

100 Jahre ist diese Speise- und Schankwirtschaft alt.

- Man betritt ein Interieur wie bei den Großeltern, gemütlich ausgestattet mit Biedermeier-Büffet, alten Lüstern und Schnapsflaschen im Gründerzeit-Kinderwagen.

Seit zwei Jahren bringen Koch Tobias Bruche und seine thailändische Partnerin Laddawan Pankanin frischen Wind in die alten Räume. Der ist bei einer Karte, die gebackenen Brie mit Preiselbeeren und Salatbouquet (7,90 Euro) und Zanderfilet auf Schmorgurken und Kartoffelschnee (17,90 Euro) anbietet, aber erst zu spüren, wenn Lammkoteletts mit Pfifferling-Salat serviert werden (18,90 Euro). Das rosa gebratene Fleisch würzt der Koch mit einer Spezialsauce aus reduzierten Tomaten und Chili. Da hilft dann Mineralwasser (5,40 Euro für einen Dreiviertelliter), ein Köpi vom Fass (3,40 Euro für 0,4 Liter) oder ein Viertel Spätburgunder für 5,10 Euro. Passend zum südwestdeutschen Einschlag findet man auf der Weinkarte reichlich Trollinger, Lemberger, Spätburgunder und Weißweine wie von Kerner oder Gutedel. Was hier wirklich gegessen werden muss, sind die Maultaschen. Die fein geschmälzten, himmlisch fluffigen, aromatisch nach Spinat und zwei Mal durchgedrehtem Brät und Hack schmeckenden Nudeltaschen gehören klar zu den besten der Stadt. 50 bis 60 Kilogramm werden pro Woche handgefertigt. Auf Vorbestellung kann man sie auch mit nach Hause nehmen.

Die große Portion mit cremigem schwäbischem Kartoffelsalat und Kräutersalat kostet 9,90 Euro. Es gibt die Maultaschen auch geröstet, in der Brühe, gebacken mit Trollingerjus, tomatisiert und mit Rinderfilet-Streifen, für 9,90 bis 15,90 Euro. Das sind genügend Gründe, wieder zu kommen.

Zwiwwel Bruchsaler Straße 6, Wilmersdorf, Mo., Mi.-Fr. 18-24 Uhr, Sbd., So. 12-24 Uhr, Tel. 85 40 94 02, www.zwiwwel-berlin.de

Bewertung

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