Museen

Der Maler R. B. Kitaj: Obsessionen

Der amerikanische Maler und Druckgrafiker Ronald B. Kitaj (1932-2007) war in den 1960er-Jahren neben David Hockney und Lucian Freud einer der Wegbereiter der neuen figurativen Malerei.

Der Künstler bediente sich bei vielen Richtungen der Kunstgeschichte, und seine Arbeiten sind reich an literarischen Bezügen. Dem Philosophen und Literaturkritiker Walter Benjamin fühlte er sich besonders verbunden.

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert mit "Obsessionen" eine erste Ausstellung des Gesamtwerkes von Kitaj nach dessen Tod. Darunter das Gemälde "Juan de la Cruz", 1967 (Foto), das Bezug auf den Vietnamkrieg nimmt, die Werke "Ohio Gang" und "A Jew in Love (Philip Roth)". Kitajs Leitthema war die Identität in der Moderne. Im Alter von Anfang 40 setzte er sich verstärkt mit seinem "Jüdischsein" auseinander. Seine Mutter Jeanne Brooks war die Tochter russisch-jüdischer Einwanderer, sein Stiefvater Walter Kitaj floh vor den Nazis aus Wien in die USA.

Museen: Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14 Uhr, Eröffnung am 20. Sept., 19 Uhr. Bis 27. Jan., Mo 10-22 Uhr, Di-So 10-20 Uhr