Unter 20 Euro

Snacks und Shots im Tarantino-Stil

- Wenn Quentin Tarantino an dieser Bar einen Drink nähme, es würde nicht verwundern. Aus den Lautsprechern kommen Rock'n'Roll-Klänge Chuck Berrys, die Barmöbel sind stilvoll dunkel gebeizt und auch alles Übrige atmet den Charme eines Tarantino-Films. Authentischer kann man sich in Berlin kaum Südstaatenflair gönnen.

Im Dirty South wird klar, warum diese Küche einen Siegeszug rund um den Globus antreten konnte. Allein der Starter, die klassischen Nachos mit Guacamole (drei Euro), sind eine Offenbarung. Sie lassen alles, was man je unter gleichem Namen kostete als geschmacklos erscheinen. Burritos, Quesadillas und Tacos: Die typische, von mexikanischen Traditionen dominierte amerikanische Südstaatenküche wird hier von Menschen serviert, die damit aufgewachsen sind.

"Hello Sir", lautet daher eine Standardbegrüßung. Anschließend darf der Gast selbst aushandeln, ob er bei der Bedienung Englisch oder Deutsch mit amerikanischem Akzent bevorzugt. Die Bierempfehlung ist auf jeden Fall amerikanisch. Kultsorte "Pabst" wird sonst an kaum einem anderen Ort der Stadt ausgeschenkt.

An Fast Food erinnern angesichts der Luxussnacks bestenfalls die mit Pergamentpapier ausgelegten roten Plastikkörbchen, in denen sie an den Tisch kommen. Der South Of The Border Chicken Wrap (sieben Euro) ist prall gefüllt mit leckerem Soulfood. Wer will, kann die Füllung in allen Einzelteilen mit der Gabel herauspicken. Zum Nachtisch gibt es Kuchen oder einen exzellent zubereiteten Cocktail. Der hätte auch in "Pulp Fiction" gepasst.

Dirty South Krossener Straße 18, Friedrichshain, täglich ab 17 Uhr, Tel. 29 36 05 55, dirtysouthberlin.de

Bewertung

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