Ausflugs-Tipp

Über die Insel Eiswerder bis zur Spandauer Altstadt

Der U-Bahnhof Haselhorst liegt an der Nonnendammallee, einer breiten Durchgangsstraße. In nördlicher Richtung geht von der Daumstraße links der Telegrafenweg ab. Dort biegen wir rechts in den Goldbeckweg ein, von dem die Elisabeth-Flickenschildt-Straße abgeht. Auf der linken Seite blicken wir auf die rückwärtige Seite des BMW-Motorradwerks. Zweiräder aus Haselhorst werden in die ganze Welt geliefert.

Aber wir wollen zum Wasser, raus aus der Stadt. Dahin führt uns die Elisabeth-Flickenschildt-Straße, vorbei an Kleingärten und Grundstücken von Sportvereinen. Am Ende der Stickstraße, neben einem Ruderverein erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt am Spandauer See. Einige Meter zurück führt ein Fußweg über eine Brücke zur Lilli-Palmer-Promenade. An einer großen Liegewiese gibt es kleinere Badestellen.

Geradeaus führt ein schmaler Fußweg an Tennisplätzen vorbei. Das Vereinscasino vom "ASC" mit moderaten Preisen hat eine schöne Terrasse. Gegenüber an der Eiswerderstraße liegt das verfallende ehemalige Studiogelände von Artur "Atze" Brauner. Hier entstanden große Teile der Edgar-Wallace-Verfilmungen der 60er-Jahre wie beispielsweise 1964 "Der Hexer". Die Londoner Themse im Film ist in Wirklichkeit die gute alte Havel in Spandau.

Über eine schmale Eisenbrücke erreicht man die Insel Eiswerder, einst Industriestandort, heute Sitz einer großen Event-Location und einer Reihe von kleineren Firmen. Nostalgie- und Verfallsromantik in rotem Backstein. Direkt am Ufer entlang führt ein Grünstreifen mit Weg und schönem Blick über die Oberhavel bis zur Eiswerderbrücke.

Darüber hinweg geht es zurück aufs "Festland". Hinter der Brücke öffnet sich eine Terrasse an der ehemaligen Schultheiss-Brauerei, jetzt Sitz eines Gesundheitszentrums mit Seniorenresidenz. An der Promenade hat man zudem die Wahl zwischen mehreren Restaurants. Mit einigen kleinen Schlenkern geht es weiter am Wasser entlang durch den Wröhmännerpark zum Spandauer Brauhaus mit seinem schönen Biergarten. Dahinter gelangt man über eine Fußgängerbrücke in den Kolk, den ältesten Teil Spandaus. Die hier noch vorhandenen Altbauten sind schön restauriert. Der U-Bahnhof Spandau Altstadt ist nun nicht mehr weit. Hier bieten sich noch Abstecher in die nahe Zitadelle mit dem Juliusturm oder in die Altstadt an.