Kleine Entdeckungen

Auf Holzplanken über die Spree

Es gibt mehr als 2000 Brücken in Berlin, die über Flussläufe, Straßen, Autobahnen und Eisenbahnstrecken führen.

Der Siemenssteg in Charlottenburg kann ohne Zweifel als echter Hingucker bezeichnet werden. Die 77 Meter lange Fußgängerbrücke überspannt die Spree von Alt-Lietzow zum Kraftwerk Charlottenburg. Die Bogenbrücke in Metallkonstruktion ist eine gut erhaltene historische Fußgängerbrücke, die heute als Baudenkmal zählt. An den Brückenköpfen stehen rund zehn Meter hohe Sandsteintürme mit reichlich Verzierungen. Spaziergänger laufen auf Holzplanken über die Spree von der Straße Am Spreebord bis hinüber zum Iburger Ufer.

Die Brücke wurde am 1. August 1900 für die Öffentlichkeit freigegeben. Zwei Jahre später erhielt sie ihren Namen nach dem Fabrikanten Werner von Siemens, der in der Nähe seinen Wohnsitz hatte. Das Bauwerk diente aber nicht nur der Überquerung des Flusses. An und unter dem Siemenssteg verliefen auch die erforderlichen Leitungen für die Stromversorgung Charlottenburgs. Das waren damals schließlich 25.000 Glühlampen und die elektrische Straßenbahn musste auch mit Strom versorgt werden.