Trus Top-Tipp

Rockabilly-Geschwister

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Kitty, Daisy & Lewis

Zum Anschauen: Weil er pumpt und brodelt, rebellisch ist und kraftvoll, weil er sexy ist und schmutzig, nach Leder riecht und Hitze freisetzt - deswegen ist der Rockabilly nicht tot zu kriegen. Spielen sie auf einer Party mit 17jährigen die Aufnahmen, die Elvis 1954 für Sun-Records gemacht hat - die Kids rasten aus! Generationenübergreifend versteht jeder Teenager weltweit die umstürzlerische Botschaft dieser Musik. Genau deshalb gab es in jeder der letzten sechs Dekaden Rockabilly-Bands, die abrockten, als sei der Teufel hinter ihnen her. Samstagabend spielen die multiinstrumentalen Geschwister Kitty, Daisy & Lewis aus London in der Zitadelle Spandau, kein Stück nostalgisch, sondern taufrisch und wild.

Zum Anhören: Blödsinnigerweise fummelte er gerne mit Schusswaffen rum, zündete Klaviere an und konnte dem brennenden Kuss der Bourbon Flasche schlecht widerstehen. Dem "Killer" Jerry Lee Lewis wäre ohne seine destruktive Neigung so manche persönliche Katastrophe erspart geblieben, andererseits war sie auch der Brennstoff für eine Scheibe, die vielen Genre-Fans als beste Rockabilly-Platte aller Zeiten gilt. Unfassbar, welch brachiale Energie vom schwarzen Vinyl der 1964er "Live at the Star-Club Hamburg"-Aufnahme aus den Lautsprechern strömt.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei "Jochen Trus am Morgen" auf 105'5 Spreeradio