Ausflugs-Tipp

Die Aussichtsterrasse am Kleinen Müggelsee

Mit Flugzeug, Bäderschiff oder Schnellfähre: Es gibt viele Arten nach Helgoland, Deutschlands einziger Hochseeinsel, zu kommen.

Nach "Neu-Helgoland" aber, jenseits von Köpenick, gibt es noch mehr. Das Refugium an der Müggelspree erreicht man per Fahrrad, Fähre, Bus, Auto oder zu Fuß. Alles ganz bequem. Wir nehmen den Bus X 69, der in Marzahn startet und unterwegs am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz sowie dem S-Bahnhof Köpenick stoppt. Unser Bus fährt fast bis vor die Tür der Ausflugsgaststätte "Neu-Helgoland".

Wer will, kann auch schon in Müggelheim aussteigen, um sich die mehr als 200 Jahre alte evangelische Dorfkirche anzuschauen. Der Anger ist typisch für viele brandenburgische Dörfer und einen Rundgang wert. Von hier sind es dann gut zweieinhalb Kilometer bis "Neu-Helgoland". Das Hotel und Restaurant war in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 2002 von Unbekannten angezündet worden und bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Besitzer - mittlerweile arbeitet die fünfte Familiengeneration mit - entschlossen sich zum Wiederaufbau.

400 Plätze gibt es heute, eine herrliche Terrasse direkt am Wasser und nebenan den Anleger für die Fähren. Die Schiffe setzen nach Rahnsdorf über. In der Saison verkehren die Ausflugsboote bis Grünheide, Hennickendorf, Erkner oder Friedrichshagen. Wer will, kann unterwegs auch an den großen Gaststätten "Rübezahl" oder "Müggelseeperle" von Bord gehen und sich dann ein lauschiges Plätzchen am Ufer suchen. Doch noch sind wir in "Neu-Helgoland". Einen Namen gemacht hat sich das Ausflugsrestaurant auch durch seine Konzerte. Vor allem Ost-Berliner freuen sich, hier Bands in der Tradition von Lift, Modern Soul oder Renft auftreten zu sehen. All das ist plakatiert - ebenso wie die vielen Ge- und Verbote, die man an die Wände geklebt hat: Leinenzwang für Hunde, Fahrräder nicht an den Zaun anlehnen, Privatgrundstück, Parkordnung - es scheint, die Gäste sind hier besonders ausgelassen.

Ans Wasser zu finden, ist an der Müggelspree nicht leicht. Denn die Privatgrundstücke reichen bis ans Ufer. Wer sich jedoch links hält, entdeckt hinter dem "Speisenrestaurant & Café L&B" doch eine Stelle, wo er im Kleinen Müggelsee ein Bad zur Erfrischung nehmen kann. Dann geht es ab durch den Wald. Der asphaltierte Randwanderweg R1 führt Richtung Erkner und am Müggelsee entlang nach Köpenick. Hier wie dort kann man in die S3 einsteigen, um in die Innenstadt zu kommen.