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"Die Irren sind los. . ."

Fluxus-Ereignisse in Europa 1962-1977: Ausstellung in der Akademie

Sie zerlegten Konzertflügel, schleuderten weiße Bohnen oder Glühlampen Richtung Publikum, machten irgendwas Heftiges mit Honig, Fett und Filz oder stachen Stecknadeln in rohes Fleisch. Die Fluxus-Künstler erzeugten Kunst, die auf der Zertrümmerung von Kunst basierte. Das war ein spannender Widerspruch, dem außer ihnen selbst nur wenige Menschen folgen konnten, doch die, die etwas kapierten, fühlten sich als die absolute, unverstandene Avantgarde. Einen Rückblick auf diese aufregende, sehr produktive Bewegung gibt die Ausstellung unter dem schönen Titel "Die Irren sind los. . ." Fluxus-Ereignisse in Europa 1962-1977. Fluxus war anarchistisch, experimentell, hob die Trennung von Kunst und Leben auf. Vor allem aber war Fluxus Aktion. Und so legt die Berliner Schau auch den Fokus auf die "performativen Aspekte", die mit Filmen, Fotos, Tonaufnahmen dokumentiert werden.

Museen: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10. Vernissage 13. Juli, 18 Uhr. Bis 12.8., Di-So 11-20 Uhr