Kleine Entdeckungen

Industriekultur am Ufer der Spree

Als Charlottenburg noch eine von Berlin unabhängige Gemeinde war, wurde 1899/1900 das "Städtische Electrizitätskraftwerk" gebaut.

Mit dem Standort direkt an der Spree wurde die Versorgung des Kraftwerkes mit Kohle über den Wasserweg sicher gestellt. Zusätzlich lieferte der Fluss Kühlwasser. Kern des historischen Kraftwerkes bildete das Maschinenhaus mit dem Verwaltungsgebäude und dem Direktorenwohnhaus.

Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind noch immer an der Straße Am Spreebord. Zwischen 1953 und 1966 entstand in drei Bauetappen ein neues Kraftwerk. Bis 1990 lieferte das Kraftwerk Strom und Warmwasser für das Fernheiznetz. Ein Jahr nach dem Mauerfall begannen die Betreiber Vattenfall mit der schrittweisen Stilllegung des kohlegefeuerten Dampfkraftwerkes. Der letzte Kraftwerksblock wurde im Januar 2001 außer Betrieb genommen. Auch der 131 Meter hohe Schornstein wurde abgerissen. Seitdem wird an diesem Standort Strom und Wärme mit drei Gasturbinen erzeugt.

Unterhalb des historischen Eingangs wurde ein Uferweg entlang der Spree gebaut, an dem eine Tafel über die Geschichte des Kraftwerkes informiert.