Trus Top-Tipp

Bob-Musik

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Bob Dylan

Zum Anschauen: Der Mann schnarrt, krächzt, raunt, murmelt, nuschelt und schneidet die Luft mit seiner Stimme, dazu rumpelt, sägt oder harmoniert seine hinreißende Band. So ungreifbar der Sinn und Zweck der musikalischen Darbietung seines Werks auf der Bühne, so verwirrend ist das Leben, die Person, die Karriere des Robert Zimmerman alias Bob Dylan. Und wenn noch so viele Dylanologen sich in Erklärungsversuchen ergehen, bleibt doch nur eines: "His Bobness" ist immer noch auf seiner Never Ending Tour, gastiert am Montag in der Zitadelle Spandau, kommt sicherlich nicht, um irgendeine Erwartung zu erfüllen und führt die uramerikanische Tradition des musikalischen Chronisten, des reisenden Troubadours weiter.

Zum Anhören: Alles ist gesagt über Dylans wichtigste Alben. "The Freewheelin' Bob Dylan", "Blonde on Blonde", "Highway 61 Revisited" und noch eines der wesentlichen Alben aus seinem Spätwerk, z.B. "Time out of Mind" oder "Modern Times" schaden keiner um Wesentliches bemühten Musiksammlung. Natürlich gibt's aber auch schrankweise Literatur über den mittlerweile 71-Jährigen. Ich empfehle die Essenz, das gelbe, dünne Reclam Heftchen von Heinrich Detering, der es schafft, das Charakterchamäleon Dylan auf wenigen Seiten nachvollziehbar zu verdichten.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei "Jochen Trus am Morgen" auf 105'5 Spreeradio