Ausflugs-Tipp

Ein Blick in die Zukunft des Spittelmarkts

Durch Rundbogenfester zum Spreeufer hin kommt Tageslicht in den U-Bahnhof Spittelmarkt.

Der Name geht auf ein Hospital (Spital, Spittel) des St.-Gertrauden-Stiftes zurück, das 1604 abbrannte. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entstanden in diesem Gebiet in DDR-Zeiten nahe der Mauer neue hohe Plattenbauten, die den Platz nach Kreuzberg hin abriegelten. Derzeit wird der Spittelmarkt zurückgebaut und soll wieder als Stadtplatz erkennbar werden.

In der dortigen Grünanlage führt ein Weg am Ufer des Spreearms Kupfergraben entlang bis zu der für Autos gesperrten Brücke an der Neuen Grünstraße. Vom Weg in der Grünanlage auf der Fischerinsel hat man einen schönen Blick auf die Häuserzeilen auf dem gegenüber liegenden Ufer an der Wallstraße sowie am Märkischen Ufer mit ihrem Mix aus Neu- und Altbauten. Die alten Stuck- oder Klinker-Fassaden sind zum Großteil liebevoll restauriert.

Auf der Fischerinsel führt der Weg an einem Kinderspielplatz vorbei über die viel befahrene Straße Fischerinsel zum Domizil des Kreativhauses. Die Kultur- und Begegnungsstätte bietet Kurse und Veranstaltungen für alle Generationen an. An der ebenfalls für Autos gesperrten Inselstraßenbrücke sind wir schon mitten im historischen Hafen, der von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Vereins "Berlin-Brandenburgische Schifffahrtsgesellschaft" betrieben wird. An der Brücke liegen alte Boote und Schiffe. Linkerhand liegt das Ausstellungsschiff "Renate-Angelika". Im Schiffsbauch gibt es die "Hafenbar" und die sehenswerte Dauerausstellung "Die Geschichte der Binnenschifffahrt auf Spree und Havel" Über die Inselstraße und in die Wallstraße gelangen wir zum Köllnischen Park mit dem Bärengehege von "Schnute" und "Maxi" und dem Märkischen Museum mit seinen Ausstellungen zu Kultur und Geschichte Berlins. Der Bau erinnert an eine Kirche, wurde jedoch um 1900 eigens für das Museum gebaut und ist heute Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Ein Stückchen weiter, vor der Jannowitzbrücke und der mächtigen Botschaft Chinas, weist eine Tafel auf die damals im Volksmund so genannte "Admiralität" hin. Im ehemaligen Berliner Schifffahrtsamt lag 1918/19 die Revolutionäre Volksmarinedivision. Im dortigen Restaurant hängen Bilder aus dieser Zeit. Über Rolandufer, Littenstraße mit Resten der alten Stadtmauer *, vorbei an der "Letzten Instanz", dem ältesten Restaurant Berlins (1621 eröffnet), und der Parochialkirche geht es zum U-Bahnhof Klosterstraße, dem Endpunkt unseres Ausflugs.